Mit gut 200 Kilometern ist die Wanderung von Dwellingup nach Kalamunda der längste Abschnitt auf dem Bibbulmun Track ohne Lebensmittelnachschub oder Ortschaften am Wegesrand. Wir legen hier das ein oder andere „Double-Hutting“ ein.

In Dwellingup haben wir uns noch einmal ein wenig ausgeruht und das verlängerte Wochenende rund um den WA-Day verbracht. Dadurch konnten wir auch eine kurze Fahrt mit der Hotham Valley Tourist Railway machen, die von freiwilligen Eisenbahnfreunden betrieben wird und deshalb auch nur am Wochenende fährt. Der von Mai bis Oktober verkehrende „Steam Ranger“ wird angetrieben von einer 102,7 Tonnen schweren W Class Locomotive des Herstellers Beyer Peacock und fährt gerade einmal 14 Kilometer bis Isandra am Marinnup Brook. Auf dem rund zwei Stunden langen Ausflug mit Hin- und Rückfahrt verbraucht die alte Dampflok aus dem Jahre 1951 rund 1,8 Tonnen Kohlen und 5000 Liter Wasser.

Dampflok der Hotham Valley Tourist Railway

Dampflok der Hotham Valley Tourist Railway

Zudem haben wir uns natürlich auch für den letzten Streckenabschnitt unserer Wanderung auf dem 1.000 Kilometer langen Bibbulmun Track vorbereitet. Die Strecke bis Kalamunda bei Perth hat es nämlich noch einmal in sich. Zum einen sind hier einige „Berge“ der Darling Range zu überwinden und zum anderen gibt es auf den letzten 200 Kilometern keinerlei Ortschaften, in denen wir noch einmal unsere Lebensmittelvorräte aufstocken könnten.

Dafür ist der nördlichste Teil des Bibbulmun Track aber bestens mit Campsites und Sheltern ausgestattet. Teilweise liegen die Schutzhütten weniger als zehn Kilometer auseinander und deshalb entscheiden wir uns auch für das ein oder andere „Double-Hutting“. Dabei laufen wir an einem Tag gleich bis zur übernächsten Schutzhütte und machen aus zwei Etappen eine. Das spart Proviant und somit auch Gewicht.

Von Dwellingup bis Kalamunda wandern

Auf den ersten Etappen laufen wir nur von Shelter zu Shelter, denn unsere Rucksäcke sind hier noch prall gefüllt mit Fressalien und auch dementsprechend schwer. Wer bereit ist, um die 30 Kilometer pro Tag zu wandern, der könnte hier aber ebenfalls das ein oder andere Double-Hutting einplanen. Wir gehen es jedoch etwas gemütlicher an und laufen zunächst von Dwellingup zur rund 20 Kilometer entfernten Chadoora Campsite.

Weißbrustschnäpper oder White-breasted Robin

Weißbrustschnäpper oder White-breasted Robin

Wir verlassen Dwellingup in östlicher Richtung und laufen auf dem Bibbulmun Track fast die gesamte Strecke entlang einer alten Bahnstrecke, die einst von Dwellingup nach Boddington führte. An Wochenenden und in den Ferien fährt hier zwischen Dwellingup und Etmilyn noch der von einer Diesel-Lok angetriebene „Forest Train“ der Hotham Valley Tourist Railway. Wir legen am Haltepunkt Etmilyn eine kurze Rast ein und schaffen die recht ebene Etappe bis zum späten Mittag.

Am zweiten Tag geht es von der Chadoora Campsite zum 547 Meter hohen Mount Wells. Die Strecke führt erneut lange Zeit recht eben über alte Bahntrassen. Auf den letzten Kilometern geht es dann allerdings fast 300 Höhenmeter bergauf und nach fast 16 Kilometern erreichen wir die Mount Wells Campsite schon kurz vor zwölf Uhr. Im Gegensatz zu anderen Campsites am Bibbulmun Track erwartet uns am Mount Wells sogar eine geschlossene Schutzhütte und nicht nur ein offener Shelter. Die Hütte wurde früher – ebenso wie der von einem Sturm demolierte Aussichtsturm neben der Campsite – zur Früherkennung und Beobachtung von Buschfeuern genutzt.

Feuerbeobachtungsturm am Mount Wells

Feuerbeobachtungsturm am Mount Wells

Da wir die Hütte so überaus früh erreicht haben, essen wir erst einmal einen Müsli-Riegel und besprechen dabei das weitere Vorgehen. Kaum haben wir es uns vor der Hütte ein wenig bequem gemacht, fängt es auch schon mächtig an zu grollen. Der Lärm stammt von Sprengungen in der nahegelegenen Goldmine und bringt sogar das Dach der Hütte zum Vibrieren und Klappern. Klingt wenig gemütlich. Und so entscheiden wir uns nach einer Kampfabstimmung mit einer Ja-Stimme und einer Enthaltung schließlich für ein Double-Hutting.

Felsformation in den White Horse Hills

Felsformation in den White Horse Hills

In nördlicher Richtung geht es auf zunächst einfachen Wegen weiter in den Monadnocks Conservation Park. Kurz vor der White Horse Hills Campsite wird die Landschaft dann von mächtigen Granitfelsen geprägt und der Weg wird zum Abschluss des Tages nicht nur steiler, sondern auch deutlich steiniger und schwieriger. Die tolle Aussicht entschädigt uns aber für diese Strapazen und nach insgesamt mehr als 31 Kilometern und über neun Stunden Wanderung erreichen wir schließlich den Shelter der White Horse Hills Campsite.

Adler am Boonering Hill

Der Bibbulmun Track wird uns die kommenden Tage weiter durch den Monadnocks Conservation Park mit seinen drei Bergen – Mount Cuthbert, Mount Vincent und Mount Cooke – führen. Auf dieser Strecke begegnen wir auch der ein oder anderen „Boot Cleaning Station“. Diese Schutzputz-Stationen dienen nicht etwa dazu, uns Wanderer wieder in einen etwas ansehnlicheren Zustand zu versetzen. Sie sollen vielmehr verhindern, dass sich Pflanzenkrankheiten wie das Phytophthora Dieback (Wurzelfäule) ausbreiten.

Keilschwanz-Adler am Boonering Hill

Keilschwanz-Adler am Boonering Hill

Von den White Horse Hills führt uns der Bibbulmun Track zunächst auf den 505 Meter hohen Kimberling Hill und später zum 529 Meter hohen Boonering Hill. Im Aufstieg zum Boonering Hill sehen wir noch einmal die großen schwarzen Kakadus mit den weißen Schwanzfedern. Wir haben allerdings keine Ahnung, ob es sich dabei um Baudins oder Carnabys Weißohr-Rabenkakadus handelt, denn die beiden Arten können wirklich nur Fachleute auseinander halten.

Wenig später nutzen wir einen knapp 400 Meter langen Spur-Trail zum Gipfel des Boonering Hill, der uns eine spektakuläre Rundumsicht über das umliegende Wald- und Farmland sowie auf die noch vor uns liegenden Berge zu bieten hat. Beim Abstieg sehen wir auch noch zwei Keilschwanz-Adler (Wedge-tailes Eagle), die über uns ihre Kreise ziehen. Der größte Adler Australiens ist mit einer Körperlänge von mehr als einem Meter übrigens in etwa so groß wie ein europäischer Steinadler. Nach dem kurzen Intermezzo wandern wir weiter auf dem Bibbulmun Track vorbei an privaten Plantagen bis zum Albany-Highway.

Waugal-Wegmarker am Bibbulmun Track

Waugal-Wegmarker am Bibbulmun Track

Gut zwei Kilometer hinter der Schnellstraße ist schließlich unser Tagesziel, die Gringer Creek Campsite, erreicht. Den kleinen Spur-Trail von der Campsite zum nahe gelegenen North Bannister Roadhouse können wir uns getrost sparen, denn die Raststätte ist 2017 wegen Renovierung geschlossen. Ansonsten hätten wir uns hier durchaus noch den ein oder anderen Snack zum Abendessen gönnen können.

Frostige Nächte in den Bergen

Nach einer eiskalten Nacht und dem ersten Frost auf unserer Wanderung sind es von der Gringer Creek Campsite am nächsten Morgen gut 16 Kilometer bis zur Nerang Campsite. Dieser Abschnitt führt uns durch mehrere Wälder mit Wandoo-Eukalypten und zählt zu den flachsten Etappen auf dem Bibbulmun Track. Nach zwei recht anstrengenden Tagen genießen wir den leichten Weg und lassen uns nicht erneut zum Double-Hutting verführen. Stattdessen machen wir uns einen schönen Hütten-Nachmittag und genießen noch einmal die kräftige Herbstsonne.

Felsformation am Mount Cooke

Felsformation am Mount Cooke

Die Nacht über war es wieder frostig kalt und Susi hat sogar gefroren. Sie ist aber auch etwas angeschlagen und ihre Nase läuft ohne Ende. Von der Nerang Campsite haben wir heute aber zum Glück nur 13 Kilometer bis zur Mount Cooke Campsite vor uns. Meist auf alten Forstwegen geht es zunächst recht flach los, aber auf den letzten Kilometern müssen wir über den Mount Cooke.

Mit einer Höhe von 582 Metern ist der Mount Cooke zwar keine alpine Herausforderung, aber der Anstieg ist mit Gepäck durchaus anstrengend und im australischen Winter kann die Sicht auch mal gerade für die nächsten 20 Meter reichen. Uns aber bietet der Mount Cooke eine fantastische Aussicht. Zudem haben wir hier auch den höchsten Punkt des Bibbulmun Track erreicht, der rund ein Drittel seiner Höhenmeter auf den letzten 200 Kilometern durch die Darling Range macht. Diese bergige Region entstand einst als lokale Verwerfung im Gebiet von Perth.

Wegweiser am Mount Cooke

Wegweiser am Mount Cooke

Dank jeder Menge Tee und zweier Paracetamol-Tabletten, die uns Wochenendwanderer in die Hand gedrückt haben, hat Susi die Nacht ganz gut überstanden. Sie will auf keinen Fall an der nahe gelegenen Sullivan Rock Picnic Area am Albany Highway aufhören, sondern weiterwandern. Von der Mount Cooke Campsite bis zur Monadnocks Campsite sind es heute noch einmal nur 13 Kilometer, was ihrem angeschlagenen Zustand durchaus entgegen kommt.

Aufstieg zum Mount Cuthbert

Aufstieg zum Mount Cuthbert

Allerdings geht es auf diesen 13 Kilometern gleich über zwei Berge: den Mount Vincent (491 m) und den Mount Cuthbert (509 m). Beide „Berge“ sind nach europäischen Maßstäben keine all zu großen Nummern, doch der Weg über Granitfelsen und Steine ist auf jeden Fall beschwerlicher als auf anderen Etappen.Die schönen Aussichten peppeln Susi zumindest ein wenig auf und so packt sie die laut Guidebook „fordernde Etappe“ und den Schlussanstieg zur hübsch gelegenen Monadnocks Campsite dann doch irgendwie.

Echte und falsche Grasbäume

Am Folgetag stehen knapp 16 Kilometer bis zur Canning Campsite auf dem Programm. Richtig fit ist Susi noch immer nicht, aber ihr Blick vermittelt zumindest wieder mehr Zuversicht. Heute geht es zunächst auf der alten Herold Road durch Wälder mit Jarrah-Bäumen und Kasuarinen, die hier Sheoak genannt werden.

Haariger Blattansatz der Kingia Australis

Haariger Blattansatz der Kingia Australis

Auch der Kingia australis ist hier anzutreffen, ein Vertreter der endemischen Dasypogonaceae, die zwar ähnlich aussehen wie Grasbäume (Xanthorrhoea), aber nicht mit diesen verwandt sind. Zu erkennen sind die „falschen Grasbäume“ am Blattansatz, denn dieser ist bei der Kingia australis leicht behaart. Außerdem bilden große Exemplare mehrere kleine Samenstände aus, die zusammen fast wie eine Krone aussehen, während Grasbäume einen mehrere Meter langen Samenstängel austreiben.

Auf dem weiteren Weg überqueren wir den Canning River auf einer Fußgängerbrücke und wenig später verlassen wir endgültig den Monadnocks Conservation Park. Nach einem Stück auf einem alten Fahrweg, erreichen wir schließlich unser Tagesziel, die Canning Campsite.

Auf dem Weg zur Canning Campsite

Auf dem Weg zur Canning Campsite

Für die nun folgenden Etappen auf dem Bibbulmun Track haben wir jeweils ein Double-Hutting eingeplant. Zunächst wandern wir dabei von der Canning Campsite bis zur gut elf Kilometer entfernten Brookton Campsite, und laufen dann noch einmal acht Kilometer bis zur Mount Dale Campsite.

Nach rund vier Kilometern erreichen wir den Abyssinia Rock, einen hübschen Granitfelsen inmitten von Jarrah-Wald. Wenige Meter weiter kreuzen wir einen Kiesweg und später dann auch den Brookton-Highway, der nur gut zwei Kilometer von unserem Zwischenziel entfernt verläuft. An der Brookton Campsite machen wir eine kleine Pause und tragen uns ins Track-Logbuch des Shelters ein, bevor wir uns auf den Weg zum 546 Meter hohen Mount Dale machen. Auf alten Fahrwegen gelangen wir dabei in den Helena National Park und schließlich zum Shelter unterhalb des Mount Dale.

Mit Fieber im Schlafsack

Die Nacht über regnet es und mir geht es zusehends schlechter. Offenbar kündigt sich bei mir die gleiche Erkältung an, die Susi schon seit Tagen zu schaffen macht. Trotzdem gehen wir das nächste Double-Hutting an, das uns zunächst von der Mount Dale Campsite zur fast zwölf Kilometer entfernten Beraking Campsite führt. Dann folgen nochmals fast neun Kilometer bis zur Waalegh Campsite.

Zwischenstopp am Beraking Shelter

Zwischenstopp am Beraking Shelter

Den Abstecher über die Dale Road zum Gipfel des Mount Dale sparen wir uns angesichts des Wetters und unseres Zustands. Stattdessen wandern wir weiter auf dem Bibbulmun Track durch Jarrah- und Marri-Wälder zum Darkin River hinab. Auf der anderen Uferseite geht es wieder steil hinauf und dann folgen wir auf relativ leichten Wegen der Talkante. Am Shelter der Waalegh Campsite angekommen, verkrümel ich mich mit Fieber in den Knochen dann nur noch so schnell wie möglich im Schlafsack und lasse mir heißen Tee einflößen.

Mobiles Lazarett im Helena Shelter

Mobiles Lazarett im Helena Shelter

Da ich das nächste Double-Hutting mit seinen vielen Anstiegen im derart angeschlagenen Zustand wohl nicht schaffe, laufen wir am Folgetag nur bis zur knapp zehn Kilometer entfernten Helena Campsite. Die kurze Strecke mit fast 400 Höhenmetern und einem ständigen Auf und Ab hat es durchaus in sich. Schlapp schleppe ich mich durch den trist grauen Wandertag und von Pause zu Pause. Kurz vor dem Ziel geht es noch einmal durch schöne Granitfelsen und die Helena Campsite ist wirklich hübsch an einer Hangkante gelegen. Zum Tagesende reißt sogar der Himmel noch einmal auf, und aus dem Schlafsack heraus bietet sich uns im letzten Sonnenlicht ein schöner Blick ins Tal des Helena River.

Morgennebel nahe der Helena Campsite

Morgennebel nahe der Helena Campsite

Das Antibiotikum zeigt so langsam Wirkung und der nun folgende Weg bis zum Mundaring Stausee ist relativ leicht und ohne größere Anstiege. Zunächst geht es zur knapp neun Kilometer entfernten Ball Creek Campsite, an der wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen und uns ins Track-Logbuch eintragen. Bemerkenswert an dieser Schutzhütte ist vor allem deren kleine „Bibliothek‘, die auf den Balken der Shelter-Rückseite immerhin rund zwei Meter einnimmt.

Erholung am Mundaring Weir

Von der Ball Creek Campsite ist es nur ein Katzensprung bis zum Perth Hills National Parks Centre. Die Campsite der Anlage wird überwiegend von Schulkindern genutzt und bietet End-to-End-Wanderern erstmals seit Dwellingup eine Möglichkeit zum Duschen. Wir trinken im Shop des Nationalparks allerdings nur einen Kaffee und laufen noch ein wenig weiter zum Mundaring Weir Hotel. Dort wollen wir für zwei Nächte einkehren, um unsere Erkältung los zu werden und den Abschluss unserer 1.000 Kilometer langen Wanderung auf dem Bibbulmun Track besser genießen zu können.

Galah oder Rosakakadu

Galah oder Rosakakadu

Die zwei Nächte im warmen Bett wirken Wunder und an unserem Ruhetag können wir direkt am Hotel noch einmal Kängurus und unzählige Rosakakadus (Galah) mit ihren verspielten Flugmanövern beobachten. Die im Farmland weit verbreiteten Kakadus hängen sich voller Übermut sogar kopfüber an Stromleitungen und schlagen dabei wild mit den Flügeln. Es erweckt fast den Eindruck, als hätten sie im Biergarten des Hotels das ein oder andere mal an einem Bier-Norgerl genippt. Inmitten der rosa-grauen Sippe entdecken wir am Abend sogar noch einen kleinen Wellensittich, den am weitesten verbreiteten Papagei Australiens.

Wellensittich bei Mundaring Weir

Wellensittich bei Mundaring Weir

Vom Mundaring Weir Hotel sind es am letzten Tag unseres Bushwalks durch West-Australien noch einmal knapp zwanzig Kilometer bis zum nördlichen Terminus des Bibbulmun Track in Kalamunda. Beim Start am frühen Morgen wabern noch Nebelschwaden über den Lake C. Y. O’Connor.

Morgens an Lake C. Y. O'Connor

Morgens an Lake C. Y. O’Connor

Wegen Bauarbeiten können wir nicht über die Mauer des Mundaring Weir Staudamms laufen. Stattdessen nehmen eine kurze Umleitung unterhalb des Staudamms und entdecken dabei nahe dem alten Pumpenhaus auch noch ein paar Moorhühner (Papuateichhuhn).

Mundaring Weir Staudamm

Mundaring Weir Staudamm

Auf der anderen Seite des Staudamms geht es bergauf in den Beelup National Park und nach gut sieben Kilometern gelangen wir zur letzten Schutzhütte am Weg, dem Hewett’s Hill Shelter. Vorbei an einer Kamelfarm, an der wir eine kleine Kaffee-Pause einlegen, und nach einem steilen Aufstieg durch den Jorgensen Park gelangen wir schließlich zum nördlichen Terminus des Bibbulmun Track in Kalamunda.

Der Endpunkt unserer Wanderung liegt derzeit aber inmitten einer Baustelle und so gehen wir recht schnell weiter zum nahegelegenen Perth Hills Visitor Centre, wo wir uns noch als End-to-End-Wanderer im Track-Logbuch eintragen, bevor wir mit dem Bus nach Perth fahren.

Nördlicher Terminus des Bibbulmun Track

Nördlicher Terminus des Bibbulmun Track

Unsere kleine Track-Statistik

Weglänge1.003 km
Höhenmeterca. 20.000 m
Start unserer Wanderung18.04.2017
Ende unserer Wanderung18.06.2017
Wandertage53
Ruhetage9
Kürzeste Tagesetappe9,6 km (krankheitsbedingt)
12,1 km (just for fun)
Längste Tagesetappe31,6 km
Übernachtungen2 Nächte bei Wander-Bekanntschaften, 16 Nächte in Backpacker-Unterkünften, 43 Nächte im Shelter (davon 14 Nächte alleine im Shelter)
LebensmittelBurger, Pizza & Pasta in den Track-Towns; auf dem Track ca. 13 kg Müsli, 2,5 kg Milchpulver, über 200 Müsli-Riegel, 4 kg Couscous, 30 Cup-Soups, 60 Asia-Nudelsuppen, 4,5 kg Erdnussbutter, Trail-Mix, Bananen-Chips, Schokolade, Smarties, Werthers Echte, Beef Jerky, Tee…
Gewichtsverlust6 bis 7 kg pro Person
Giftschlangen4 gesichtet
Bibbulmun Track Wegweiser

Bibbulmun Track Wegweiser

Shelter auf dem Bibbulmun Track

Im Abstand von rund 20 Kilometern hat die Bibbulmun Track Foundation Schutzhütten (engl. „Shelter“) entlang des Wanderwegs errichtet. Diese Hütten sind meist zu einer Seite hin offen und bieten 12 bis 15 Personen Platz. Zusätzliche Austattung: Tische und Sitzgelegenheiten, Plumpsklo, Feuerstelle, Regenwassertanks und Zeltplätze. Auf dem Abschnitt zwischen Dwellingup und Kalamunda stehen folgende Shelter und Campgrounds zur Verfügung:

NameGPS-Daten
Chadoora Campsite32°45’32.2″S 116°14’17.4″E
Mt Wells Campsite32°41’56.6″S 116°20’10.3″E
White Horse Hills Campsite32°36’32.5″S 116°20’09.5″E
Gringer Creek Campsite32°34’06.2″S 116°26’39.8″E
Nerang Campsite32°27’42.1″S 116°22’37.3″E
Mt Cooke Campsite32°24’09.0″S 116°17’41.3″E
Monadnocks Campsite32°19’46.5″S 116°14’20.4″E
Canning Campsite32°14’30.4″S 116°15’17.8″E
Brookton Campsite32°11’11.5″S 116°17’55.3″E
Mt Dale Campsite32°08’05.5″S 116°17’56.5″E
Beraking Campsite32°03’42.5″S 116°17’46.2″E
Waalegh Campsite32°00’49.7″S 116°15’23.9″E
Helena Campsite31°58’54.7″S 116°14’54.8″E
Ball Creek Campsite31°57’00.7″S 116°11’54.3″E
Hewett’s Hill Campsite31°57’30.4″S 116°07’43.8″E

alle Angaben ohne Gewähr

Anreise zum Bibbulmun Track

Der Startort Dwellingup ist über das 25 Kilometer entfernte Pinjarra erreichbar, das per Bahn an Perth angebunden ist (Australind-Linie, 1:15 Stunden). Für die Weiterfahrt setzt die Kommune Murray 2017 dreimal die Woche Busse zwischen Pinjarra und Dwellingup ein (ca. 20 bis 40 Minuten), die sich auch zum Aufstocken der Lebensmittelvorräte nutzen lassen. Ob aus diesem Testbetrieb eine Dauereinrichtung wird, ist bislang nicht bekannt.

Wer sich dann schließlich am Zielort Kalamunda sein E2E-Zertifikat für den Bibbulmun Track abgeholt hat, der gelangt anschließend mit der Transperth-Buslinie 296 in knapp einer Stunde zur Elizabeth Quay Bus Station in Perth.

Buchtipp

Guidebook 1 – Darling RangeThe Bibbulmun Track Guidebook 1 - Darling Range
von Steve Sertis und Steve Clark
(ISBN 978-0-9750767-2-9)

Für die gut 200 Kilometer lange Wanderung zwischen Dwellingup und Kalamunda benötigt man zwei Wanderführer. Den Abschnitt bis zum North Bannister Roadhouse, das 2017 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war, beschreibt das Guidebook 2 (North Bannister bis Harvey-Quindanning Rd). Angaben zum weiteren Verlauf des Bibbulmun Track bis Kalamunda bei Perth finden sich hingegen im Guidebook 1 (Kalamunda Northern Terminus bis North Bannister). Ebenso wie die sechs übrigen Guidebooks, die passenden Wanderkarten und das Handbook mit allgemeinen Infos zum Weg kann man auch diese Wanderführer über den Online-Shop auf der Website der Bibbulmun Track Foundation bestellen.

Linktipp

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