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Colorado Trail – Von Denver bis Breckenridge

Der 782 Kilometer lange Colorado Trail führt Wanderer auf den ersten hundert Meilen vom Waterton Canyon bei Denver zu den Skiorten Frisco und Breckenridge. Der Weitwanderweg durch die Rocky Mountains verläuft dabei auf Höhen von 1.700 bis 3.600 Metern.

Nach unseren Wanderungen in West-Australien geht es für uns in die USA zum Colorado Trail. Für die Anreise gönnen wir uns einen nicht enden wollenden Flug-Marathon von Perth über Doha und Dallas nach Denver. Nach 28 Stunden reiner Flugzeit und einem kräftigen Jetlag dank 14 Stunden Zeitverschiebung steht in Denver erst einmal eine Shopping-Tour durch die örtlichen Outdoor-Shops auf dem Programm: neue Schuhe müssen her, das ein oder andere Teil unserer Ausrüstung ist defekt und außerdem wollen wir uns ein größeres Zelt zulegen.

Sightseeing in Denver - Das Coors Field Baseball-Stadion

Sightseeing in Denver – das Coors Field Baseball-Stadion

Selbstverständlich bleibt bei all den Wandervorbereitungen aber auch noch ein wenig Zeit fürs Sightseeing übrig: zum Frühstück geht’s ins Sam’s No. 3, das wohl älteste American Diner in Denver, und selbstverständlich besuchen wir auch das Falling Rock Tap House mit mehr als 75 Bieren vom Fass, um das ein oder andere Craft-Beer aus Colorado zu verkosten.

Der absolute Höhepunkt ist allerdings ein Abend im Baseball-Stadion Coors Field. Die Arena bietet uns eine schöne Aussicht auf Denver und die umliegenden Berge. Nach einem Bierchen aus der Stadion-Brauerei und einem Hot-Dog von Biker Jim’s Gourmet Dogs dürfen wir dann auch noch einen 12-zu-4 Kantersieg der Colorado Rockies über die Chicago White Sox genießen. Insgesamt bleiben wir fast eine Woche in Denver, bis es für uns dann endlich auf den Colorado Trail geht.

Vom Waterton Canyon zum Gold Hill wandern

Mit der RTD Light Rail, vergleichbar mit unserer S-Bahn, fahren wir gegen 6:30 Uhr aus Denver heraus bis zur Endstation Littleton / Mineral. Von hier aus gelangt man beispielsweise mit Uber oder einem Taxi zum Waterton Canyon Trailhead, dem Beginn des Colorado Trail.

Colorado Trail: Der nördliche Terminus des Colorado Trail am Waterton Canyon

Der nördliche Terminus des Colorado Trail am Waterton Canyon

Da wir keine spezielle SIM-Karte für die USA gekauft haben und folglich auch nicht per Mobilfunk ins Internet kommen, gehen wir von der Haltestelle Littleton / Mineral zunächst zum nahegelegenen Einkaufszentrum Aspen Groove. Dort Frühstücken wir im erst besten Café und ordern uns schließlich über deren WiFi einen Uber-Wagen, der uns zum Trailhead bringt.

Nach dem obligatorischen Foto am nördlichen Terminus des Colorado Trail geht es vom Trailhead aus die ersten 6,7 Meilen (10,8 km) auf einer Schotterpiste durch den Waterton Canyon. Wandern auf einer Schotterpiste bei Temperaturen um 35° Celsius ist zwar nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten, aber dafür stimmt die Kulisse und am Wegesrand gibt es auch etwas zu sehen: Bighorn Sheeps beziehungsweise Dickhornschafe. Diese gehörnten Gebirgsbewohner werden bis zu 140 Kilo schwer und kommen hier auch in Höhen von über 2.500 Metern vor.

Colorado Trail: Dickhornschafe oder kurz Bighorns

Dickhornschafe oder kurz Bighorns

Am Ende der moderat ansteigenden Schotterpiste geht es deutlich steiler bergan. Die brütende Hitze macht vor allem Susi Probleme. Nur mit jeder Menge Wasser, nassem Hut und zahlreichen Pausen geht es weiter zu Lenny’s Rest. Der Himmel wird nun zum Glück bedeckter. Am Bear Creek beginnt es sogar zu regnen und so schlagen wir kurzerhand unser Zelt auf.

Der Regen hält allerdings nicht lange an und so füllen wir nach einer kleinen Ruhepause unseren Trinkwasservorrat auf und wandern noch ein wenig weiter. Nach insgesamt rund elf Meilen (17,5 km) und rund 750 Metern im Anstieg beenden wir schließlich unseren ersten Wandertag auf dem Colorado Trail.

Colorado Trail: Brütende Hitze im Waterton Canyon

Brütende Hitze im Waterton Canyon

Aufgrund der zu dieser Jahreszeit üblichen Monsun-Gewitter am Nachmittag, wollen wir immer möglichst früh auf dem Trail starten. Am nächsten Morgen geht es deshalb schon um halb sieben weiter. Auf den ersten fünf Meilen verläuft der Weg zunächst leicht bergab und wir sehen sogar kurz eine kleine Gruppe Hirsche (Deer) mit Nachwuchs. Später wandern wir in Serpentinen steil hinunter zum South Platte Trailhead, an dem das zweite Segment des Colorado Trail beginnt.

Bei 35° Celsius auf dem Colorado Trail

Am Trailhead machen wir auf der anderen Seite des South Platte River eine ausgiebige Rast und „kochen“ uns eine Ramen-Nudelsuppe. Die meiste Zeit geht allerdings für das Filtern unseres Trinkwassers drauf. Da es auf den nächsten 13 Meilen keine Wasserquellen gibt und der kommende Abschnitt des Colorado Trails auch kaum Schatten bietet, nehmen wir pro Kopf 3,5 Liter Wasser mit.

Colorado Trail: Kahl nach Brand - Das Colorado Trail Segment 2

Kahl nach Brand – Das Colorado Trail Segment 2

Der Aufstieg aus dem Tal des South Platte River verläuft in Serpentinen. Nach den ersten hundert Höhenmetern wird der Schatten schon deutlich dürftiger und bald schon finden wir gar keine Schatten spendenden Bäume mehr, denn 1996 hat hier das Buffalo Creek Fire gewütet.

Bis auf eine Höhe von 2.300 Metern wandern wir noch weiter und zelten dann nur wenige Meter entfernt von einer schönen Aussicht. Zu sehen sind von hier aus die Chair Rocks im Westen. der Raleigh Peak im Südosten und der Long Scraggy Peak im Süden. Die tolle Aussicht wird allerdings schon von dunklen Wolken getrübt und am Abend rauscht noch ein kräftiges Gewitter über uns hinweg.

Colorado Trail: Unsere Campsite im Segment 2 des Colorado Trail

Unsere Campsite im Segment 2 des Colorado Trail

Bei relativ bedecktem Wetter führt uns der Colorado Trail am nächsten Tag zunächst noch ein wenig bergab durch den Wald. Später gelangen wir wieder in ein fast kahl gebranntes Gebiet, das erst an einer kleinen Straße endet. Hier können wir in der nahe gelegenen Station der Freiwilligen Feuerwehr endlich unsere Wasservorräte aufstocken.

Wenige Meter weiter, auf dem Weg zum Little Scraggy Trailhead, haben wir die Chance, einen kleinen Kolibri in seinem Nest zu beobachten. Wahrscheinlich handelt es sich um einen weiblichen Breitschwanzkolibri (broad-tailed hummingbird), der in den Rocky Mountains auf Höhen von bis zu 3.000 Metern anzutreffen ist.

Colorado Trail: Ein Breitschwanzkolibri in seinem Nest

Ein Breitschwanzkolibri in seinem Nest

Am Trailhead zum Segment drei des Colorado Trail angekommen, legen wir nur eine kleine Pause ein und wandern anschließend weiter durch schöne Gesteinsformationen. Irgendwo hängt dann plötzlich ein schwarzer Eimer im Baum. Ein kleiner Aufkleber weist uns darauf hin, dass wir die Finger davon lassen sollen, denn es handelt sich hier um den Food-Drop eines anderen CT-Thru-Hikers. Nach rund 14,3 Meilen (23 km) schlagen wir das Zelt an einem kleinen Flüsschen namens Buffalo Creek auf.

Colorado Trail: Food-Drop eines Colorado Trail Thru-Hikers

Food-Drop eines Colorado Trail Thru-Hikers

Zelten auf über 3.000 Meter Höhe

Am nächsten Tag wollen wir hoch hinaus und müssen auf 20 Kilometern rund 1.100 Meter im Aufstieg bewältigen. Wir bauen also das klatschnasse Zelt ab und wandern zeitig die übrigen vier Meilen zum Rolling Creek Trailhead hinauf. Am Trailhead zum Segment vier des Colorado Trail machen wir eine kleine Pause und füllen unsere Flaschen an einem Camper-Bus auf.

Colorado Trail: Auf dem Weg zum Rolling Creek Trailhead

Auf dem Weg zum Rolling Creek Trailhead

Auf einem alten Forstweg geht es dann deutlich steiler bergan in die Lost Creek Wilderness Area. Für Mountainbiker ist dieser Bereich gesperrt und Wanderer müssen an der Grenze der Wilderness Area ein kostenloses Permit ausfüllen.

Der Weg führt uns nun zum Teil durch wunderschöne Espen-Wälder. Hier stehen die Amerikanischen Zitterpappeln (Populus tremuloides) stellenweise so dicht beieinander, dass ihre hellen Stämme fast wie eine weiße Wand wirken.

Colorado Trail: Die Espen-Wälder wirken wie eine weiße Wand

Die Espen-Wälder wirken wie eine weiße Wand

Die letzten 300 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt unserer Tagesetappe auf 3.195 Metern nutzt der Colorado Trail einen steilen Pfad, bevor er wenige hundert Meter weiter wieder auf einen alten Forstweg trifft. Leicht bergab wandern wir schließlich – am North Fork des Lost Creek entlang – durch ein Hochtal bis zum Abzweig des Brookside-McCurdy Trail. Dort schlagen wir unser Zelt auf und filtern Trinkwasser für den folgenden Tag. Der Himmel wird allerdings schnell dunkler und dunkler und das folgende Gewitter mit Starkregen und Graupel hat es dann auch ganz gut in sich.

Colorado Trail: Morgens am North Fork des Lost Creek

Morgens am North Fork des Lost Creek

Am nächsten Morgen ist es ungemütlich kühl im Schlafsack. Kein Wunder, denn als wir das triefend nasse Zelt zusammenpacken, bilden sich hier und da kleine Eiskristalle. Der Colorado Trail führt uns heute erst einmal weitere sechs Meilen (9,6 km) durch das Tal des Lost Creek. Wieder im Wald sind es dann nur rund zwei Meilen (3,2 km) bis zum Long Gulch Trailhead. Wir wandern noch weitere fünf Meilen (8 km) in das fünfte Segment des Colorado Trails hinein, bevor wir an einem kleinen Bach unser Zelt aufbauen, um uns vor einer mächtigen Regenschauer in Sicherheit zu bringen.

Weiterwandern ohne Zwischenstopp

Unser Schlafplatz war eben aber abschüssig. Deshalb war unser Schlaf auch etwas unruhiger, aber heute stehen ja nur läppische neun Meilen (14,5 km) bis zum Kenosha Pass Trailhead am US-Highway 285 auf dem Programm. Von dort aus wollen wir nach Fairplay (South Park City) trampen, um ein wenig auszuruhen und unsere Lebensmittel aufzustocken. Eigentlich. Denn nach rund drei Meilen – wir passieren gerade den Johnson Gulch – kommt mir eine Idee: wir könnten doch auch gleich weiter wandern bis Breckenridge oder Frisco!

Colorado Trail: Zwischen Johnson Gulch und Kenosha Pass Trailhead

Zwischen Johnson Gulch und Kenosha Pass Trailhead

Normalerweise würde das gar nicht funktionieren, da wir nicht genügend Proviant dabei haben. Doch die Hitze von Denver hat uns wohl derart fertig gemacht, dass wir einiges zu viel eingekauft haben und nun knapp aber ausreichend Lebensmittel für zwei weitere Wandertage haben. Natürlich will man die nicht umsonst durch die Berge geschleppt haben. Wir disponieren also kurzfristig um und Schwupps stehen für heute 15 statt 9 Meilen (24,1 statt 14,5 km) auf dem Programm.

Colorado Trail: Blick in Richtung Fairplay (South Park)

Blick in Richtung Fairplay (South Park)

Bei strahlend blauem Himmel entpuppt sich der Weg zum Kenosha Pass Trailhead als feinste Panoramawanderung. Richtung Westen bieten sich fantastische Blicke auf die Continental Divide, die Kontinentale Wasserscheide, und das flache Land Richtung Fairplay mit den Bergen im Süden. Der Trailhead selbst ist eher enttäuschend. Zum Wochenende parkt rechts und links des Highways eine riesige Blechlawine und auch die Campsites des National Forests sind nicht gerade sehr idyllisch.

Colorado Trail: Die ersten Berge der Continental Divide

Die ersten Berge der Continental Divide

Uns kann das aber egal sein, denn wir laufen noch weitere sechs Meilen (9,6 km) in das sechste Segment des Colorado Trail hinein. Samstags ist hier jede Menge los und so tummeln sich unzählige Mountainbiker, Trailrunner und Tageswanderer auf dem Weg. Am Jefferson Creek beenden wir schließlich unsere Etappe. Zwischen den Bäumen am Flussufer finden wir nicht nur ein wunderbar ebenes Plätzchen für unser Zelt, sondern auch zwei kleine, blaue Wodka-Fläschchen. Hat die jemand vergessen oder ist das Trail Magic? Egal, Prost!

Colorado Trail: Trail Magic - Wodka-Fläschchen an der Campsite

Trail Magic am Colorado Trail – Wodka-Fläschchen an der Campsite

Der Colorado Trail über der Baumgrenze

Am Folgetag bauen wir erstmals ein restlos trockenes Zelt ab und machen uns an den Anstieg zum 3.619 Meter hoch gelegenen Georgia Pass. Der Weg ist zum Glück nicht all zu steil, da sich die rund 600 Meter Anstieg auf zehn Kilometer verteilen. Die Baumgrenze passieren wir bei gut 3.400 Metern Höhe und nach rund dreieinhalb Stunden stehen wir auf dem windigen Pass und haben damit die Continental Divide erreicht.

Colorado Trail: Verschnaufpause beim Aufstieg zum Georgia Pass

Verschnaufpause beim Aufstieg zum Georgia Pass

Nach weiteren 300 Metern treffen wir an der Glacier Creek Road dann auch folgerichtig auf den rund 5.000 Kilometer langen Continental Divide Trail, der einige hundert Kilometer lang parallel zum Colorado Trail verläuft. Plötzlich tauchen hier oben auch laut knatternde ATVs beziehungsweise Quads auf. Wir nehmen schnell Reißaus und wandern weiter, doch der Lärm dieser geländegängigen Deppen-Schaukeln soll uns heute noch länger begleiten. Nach rund vier Stunden im Abstieg und insgesamt 22 Tageskilometern schlagen wir schließlich am North Fork des Swan River unser Zelt auf.

Colorado Trail: Am Georgia Pass und der Continental Divide

Am Georgia Pass und der Continental Divide

Am achten Tag unserer Wanderung gibt’s Burger & Bier! Allerdings liegen zwischen uns und diesen Köstlichkeiten – respektive der nächsten Trail-Town – noch eine 13 Meilen (20,9 km) lange Wanderung. Diese führt uns zunächst auf einen namenlosen, rund 3.400 Meter hohen grünen „Hügel“.

In Serpentinen geht es dann hinab zur Horseshoe Gulch, wo wir bereits auf die ersten Häuser treffen. Nun liegen nur noch ein paar Hügel zwischen uns und dem Gold Hill Trailhead am Colorado Highway 9. Sehr schön gelöst: der Colorado Trail trifft genau an einer Haltestelle des Summit Stage Bus auf den Highway. Der kostenlose Bus bringt Wanderer im Halbstundentakt nach Breckenridge oder Frisco.

Colorado Trail: Abstieg zum Gold Hill Trailhead

Abstieg zum Gold Hill Trailhead

Wir entscheiden uns für Breckenridge, da es dort drei halbwegs günstige Backpacker-Unterkünfte gibt. Vor Ort sind wir dann aber doch erstaunt, welche Touristenmassen auch im Sommer über die Main Street der ehemaligen Minenarbeiter-Siedlung flanieren, die heute neben Aspen und Vail zu den bekanntesten Skiorten Colorados zählt.

Dementsprechend ist dann das Zimmerangebot in der Tourist-Info: Die nette Dame bietet uns zentrumsnahe Zimmer ab 180 Dollar die Nacht an. Ganz so viel wollten wir eigentlich nicht ausgeben und so reservieren wir uns per Smartphone ein deutlich günstigeres Zimmer in Frisco. Das Snoeshoe Motel war letztlich eine gute Wahl: es liegt mitten im Zentrum von Frisco und die Summit Stage Busse nach Breckenridge und Copper Mountain halten direkt vor der Tür.

Colorado Trail: Eine der vielen Blumen am Wegesrand

Eine der vielen Blumen am Wegesrand

Kleine Trail-Statistik: insgesamt haben wir in den acht Tagen auf den Segmenten eins bis sechs des Colorado Trail 168 Kilometer zurückgelegt und 5.368 Höhenmeter im Aufstieg sowie 4.248 Höhenmeter in Abstieg bewältigt. Im Durchschnitt macht dies pro Tag 21 Kilometer mit 671 Höhenmetern im Aufstieg und 531 Höhenmetern im Abstieg.

Basisinfos zum Colorado Trail

Der Colorado Trail ist ein 782 Kilometer langer Weitwanderweg in den USA. Auf Höhen zwischen 3.000 und 4.000 Metern führt er vom Waterton Canyon bei Denver durch die Rocky Mountains bis Durango und nutzt dabei zum Teil die gleichen Wege wie der Continental Divide Trail.

Colorado Trail: Der Colorado Trail und der Continental Divide Trail verlaufen lange Zeit parallel

Der Colorado Trail und der Continental Divide Trail verlaufen lange Zeit parallel

Der Colorado Trail ist in 28 Segmente unterteilt, deren Anfangs- und Endpunkte per Auto erreichbar sind. Komplett begehbar ist der Colorado Trail meist ab Anfang Juli bis Ende September. Zwischen Twin Lakes und dem South Fooses Ridge existieren zwei alternative Routen, die klassische Collegiate East und die spektakulärere Collegiate West Variante. Mountainbiker dürfen den Wanderweg ebenfalls nutzen, müssen die geschützen Wilderness Areas allerdings umfahren.

Anreise zum Colorado Trail

Von Deutschland aus erfolgt die Anreise am einfachsten über den internationalen Flughafen Denver (DEN). Ein Nonstop-Flug ab Frankfurt dauert dabei rund zehn Stunden. Aufgrund einer leichteren Akklimatisierung laufen die meisten Wanderer von Norden nach Süden. Die Anreise zum Wegbeginn am Waterton Canyon bei Denver erfolgt dabei mit der Regional Transportation District (RTD), die einen zum Mineral Park ’n‘ Ride bringt. Für die letzten zehn Meilen zum Waterton Canyon Trailhead nutzt man dann meist ein Taxi oder einen Wagen von Uber.

Buchtipp

The Colorado Trail GuidebookThe Colorado Trail - Official Guidebook
von The Colorado Trail Foundation (ISBN 978-1-937052-33-1)

Zur Vorbereitung auf den Colorado Trail empfiehlt sich das hervorragend aufbereitete Guidebook der Colorado Trail Foundation. Es bietet ausführliche Informationen zum Wandern, Reiten oder Biken auf dem Colorado Trail, beschreibt etwaige Probleme bei der Trinkwasser- oder Lebensmittel-Versorgung und geht auch auf Gefahren wie Gewitter oder Schwarzbären ein. Den Hauptteil macht allerdings die Beschreibung der 28 Segmente des Colorado Trails sowie der Collegiate West Route aus. Jedes Trail-Segment und dessen Besonderheiten sind dabei ausführlich beschrieben, Highlights schön bebildert und doppelseitige topographische Karten mit wichtigen Wegpunkten nebst GPS-Daten erleichtern die Planung der eigenen Wanderung.

Zusätzlich zum Guidebook ist das sehr kompakte The Colorado Trail Databook (ISBN 978-1-937052-25-6) erhältlich. Im Gegensatz zum umfangreicheren Guidebook listet das Databook lediglich alle Resupply-Optionen zum Nachkaufen von Lebensmitteln und alle wichtigen Wegpunkte der jeweiligen Trail-Segmente nebst Kilometrierung und Wegskizze. Für die Wanderung selbst reicht dieses Databook meist vollkommen aus.

Weitere Beiträge zum Colorado Trail

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2 Kommentare

  1. Hallo Happy Hiker,

    ein sehr schöner Bericht, den ich gerne weiter verfolge.

    Wir, meine Frau und ich, haben geplant, den Colorado Trail nächsten Sommer zu gehen. Daher bin ich natürlich sehr interessiert!

    • Danke, es gibt übrigens auch eine recht informative Facebook-Gruppe namens „Colorado Trail Thru-Hike 2017“. Ich würde mich an eurer Stelle da schon mal anmelden und später dann die entsprechende 2018er Gruppe ebenfalls abonnieren.

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