Fränkischer Gebirgsweg – Von Münchberg bis Waldsassen

Fränkischer Gebirgsweg – Von Münchberg bis Waldsassen

Wir verlassen den Frankenwald und gelangen auf dem Fernwanderweg Fränkischer Gebirgsweg ins Fichtelgebirge. Unsere Herbstwanderung führt erst auf den Großen Waldstein, dann durch das Tal der Eger und schließlich in die Oberpfalz.

Kreuzberghohlweg in Münchberg
Kreuzberghohlweg in Münchberg

Fränkischer Gebirgsweg im „goldenen“ Oktober? Ein Traum! Im Fichtelgebirge will das Wetter aber zunächst nicht so gut mitspielen wie beim Frankenwald-Abschnitt auf dem Fränkischen Gebirgsweg zwischen Blankenstein und Münchberg. Das Wetter vom gestrigen Nachmittag setzt sich fort – als wir starten ist es kalt und grau, aber zumindest noch trocken.

Wir verlassen Münchberg und treffen direkt hinter dem Bahnhof auf den schönen Kreuzberghohlweg. Felsenkeller, die wohl aus alten Stollen zum Erzabbau entstanden sind, säumen den Weg und die Laubfärbung verfehlt selbst bei schlechtem Wetter nicht seine Wirkung.

Fränkischer Gebirgsweg: Das Kriegerdenkmal auf dem Kapellenberg
Fränkischer Gebirgsweg: Das Kriegerdenkmal auf dem Kapellenberg

Am Ortsausgang von Münchberg stocken wir an einem Supermarkt noch unsere Vorräte auf, denn an einem unserer Etappenziele müssen wir wohl ohne Abendessen auskommen. Anschließend gelangen wir durch ein kurzes Waldstück zum Kriegerdenkmal auf dem Kapellenberg. Bei besserem Wetter dürfte man von hier aus erstmals einen schönen Blick auf das Fichtelgebirge haben.

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Lf Hiker | E.Pointal contributor

Fränkischer Gebirgsweg - Blankenstein bis Münchberg   

Profil

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimale Höhe: Keine Daten
Maximale Höhe: Keine Daten
Höhenmeter (aufwärts): Keine Daten
Höhenmeter (abwärts): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Fränkischer Gebirgsweg – zum Großen Waldstein im Fichtelgebirge

Am "Gipfel" des Haidberg
Am „Gipfel“ des Haidberg

Hinter Mechlenreuth führt uns der Fränkische Gebirgsweg über die Felder, an der Dietelsmühle vorbei, bis Kleinlosnitz. Hier wäre das Oberfränkische Bauernhofmuseum einen Zwischenstopp wert, doch um diese Jahreszeit öffnet es erst nachmittags und so wandern wir weiter. Hinter den leergeräumten Feldern, auf denen nur noch ein paar einsame Kohlköpfe auf die Ernte warten, taucht bereits der 692,5 Meter hohe Haidberg auf.

Auf dem bewaldeten und von Magerrasen durchzogenen „Magnetberg“ entdeckte bereits Alexander v. Humboldt eine geologische Besonderheit: Sein grünblaues Gestein lässt sich so stark magnetisieren, das es Kompassmessungen verfälscht. Wir haben trotzdem keine Orientierungsprobleme und laufen am Geotop des alten Serpentinitbruchs vorbei Richtung Zell.

Fränkischer Gebirgsweg: Ehemaliger Serpentinit-Steinbruch am Haidberg
Fränkischer Gebirgsweg: Ehemaliger Serpentinit-Steinbruch am Haidberg

Im Ort ankommen sind wir trotz Mütze und Handschuhen ganz gut durchgefroren, und so eröffnen wir zum Aufwärmen schon mal die Glühwein-Saison im Gasthof zum Waldstein. Als wir wieder aufbrechen beginnt es zu regnen und kurz nachdem wir wieder Wald erreichen, kommen wir zur Saalequelle, die nach dem trockenen Sommer allerdings kaum noch Wasser führt.

Durch Wald und Regen wandern wir weiter bergauf, am Fernsehturm vorbei, bis zum Bärenfang. In dieser Falle aus mächtigen Granitquadern wurde im Jahre 1760 das letzte Raubtier gefangen und nur durch den Einsatz eines Sparnecker Oberförsters blieb das Jagddenkmal als einziges Gebäude seiner Art bis heute erhalten.

Fränkischer Gebirgsweg: Der Bärenfang am Großer Waldstein
Fränkischer Gebirgsweg: Der Bärenfang am Großer Waldstein

Bis zum Waldsteinhaus, in dem wir heute übernachten wollen, sind es nur noch ein paar Meter. Nach einer kurzen Pause in dem Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins lässt der Regen nach und so starten wir zur Besichtigung des Großen Waldstein. Einen Führer haben wir auch gleich, denn die kleine schwarze Katze der Wirtin schließt sich uns an.

Die durch Wollsackverwitterung geformten Felsen rund um den 877 Meter hohen Gipfel erinnern uns ein wenig an den Malerweg. Wir erklimmen die Ruine der Waldsteinburg, das „Rote Schloss“, kommen am „Teufelstisch“ sowie den Mauerresten einer spätromanischen Kapelle vorbei und steigen schließlich auch auf die „Schüssel“ genannte Aussichtsplattform. Der Wind pfeift mächtig und die Aussicht ist bescheiden – der Katze (und uns) macht’s trotzdem Spaß.

Fränkischer Gebirgsweg: Felsformationen am Großen Waldstein
Fränkischer Gebirgsweg: Felsformationen am Großen Waldstein

Vom Waldstein aus gibt es auf den folgenden 50 Kilometern nur wenige Unterkünfte direkt am Fränkischen Gebirgsweg. Deshalb steht für uns am Folgetag auch eine 28 Kilometer lange Etappe an. Das Wetter scheint sich wieder zu bessern und nach wenigen Metern kommen wir beim Steinbruch Waldstein bereits an den sehenswerten Felsformationen „Wal“ und „Napoleonshut“ vorbei.

Fränkischer Gebirgsweg – Burg Epprechtstein und der Große Kornberg

Wir wandern überwiegend durch Wald, bis wir nach rund acht Kilometern vom Fränkischen Gebirgsweg abzweigen und zum Naturdenkmal Epprechtstein laufen. Rund um den 798 Meter hohen Berg, auf dem eine Gipfelburg thront, gibt es rund 20 Steinbrüche, in denen teilweise noch heute der Epprechtstein-Granit abgebaut wird.

Fränkischer Gebirgsweg: Der Schoberts-Bruch am Epprechtstein
Fränkischer Gebirgsweg: Der Schoberts-Bruch am Epprechtstein

Ab der Schutzhütte Luisentisch nutzen wir einen Teil des Steinbruch Rundwanderwegs, um die stillgelegten Steinbrüche, die Unterstände der Bergleute und zurückgelassene Gerätschaften zu besichtigen. Kurz hinter dem Schoberts-Bruch verlassen wir den Rundwanderweg wieder und steigen zur Burg Epprechtstein hinauf.

Auf der anderen Seite der Burg führt uns der Weg wieder Richtung Schutzhütte und zum Fränkischen Gebirgsweg, über den wir schließlich zum 34 x 34 Meter großen Granitlabyrinth Epprechtstein gelangen. Inzwischen traut sich auch die Sonne raus, doch als wir über die Felder an Kirchenlamitz vorbei laufen, bläst uns immer noch ein scharfer Wind entgegen.

Fränkischer Gebirgsweg: Mit Gegenwind über die Feldwege bei Kirchenlamitz
Fränkischer Gebirgsweg: Mit Gegenwind über die Feldwege bei Kirchenlamitz

Nachdem wir den Hohenbucherweg kreuzen, wird es waldiger und so kommen wir endlich aus dem Wind. Wir queren die Bahnlinie Marktredwitz-Hof und erreichen schließlich die Ortschaft Wustung, wo der Aufstieg zum Großen Kornberg beginnt. Auf dem Weg hinauf gibt es allerdings noch einiges zu besichtigen.

Die Zigeunersteine im Aufstieg zum Kornberg
Die Zigeunersteine im Aufstieg zum Kornberg

Zunächst kommen wir an den Zigeunersteinen vorbei, die ein weiteres Beispiel für die Wollsackverwitterung sind. Einer der rundlichen Granitbrocken ist übrigens ein Wackelstein, der sich mit einem Holzstamm in Bewegung bringen lässt. Wenige Meter weiter liegt rechts des Weges auf einer Felsklippe die Ruine Hirschstein – die Aussicht von hier sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Fränkischer Gebirgsweg: Die Aussicht an der Ruine Hirschstein genießen
Fränkischer Gebirgsweg: Die Aussicht an der Ruine Hirschstein genießen

Schließlich stehen am Gipfel des Großen Kornberg auf einer Höhe von 827 Metern auch noch zwei Türme: Der Aussichtsturm Schönburgwarte, der wegen einer Generalsanierung gerade eingerüstet ist, und ein ehemaliger Aufklärungsturm, von dem aus die Bundeswehr während des Kalten Krieges die Streitkräfte des Warschauer Paktes abhörte.

Vom Kornberg geht es fast schnurstracks geradeaus auf einem schmalen Pfad nach Spielberg hinunter. Hier wollten wir eigentlich einkehren und etwas essen, doch die Gaststätte ist geschlossen, weil sich die Wirtin den Arm gebrochen hat. Also geht es direkt weiter zum Etappenziel und kurz hinter Heidelheim belegen wir für die Nacht eine Ferienwohnung auf dem Campingplatz Halali-Park.

Fränkischer Gebirgsweg: Auf den Feldern kurz hinter Heidelheim
Fränkischer Gebirgsweg: Auf den Feldern kurz hinter Heidelheim

Für Getränke ist gesorgt und die Platzwarte machen uns – obwohl sie keinen Imbiss mehr betreiben – sogar ein paar Siedewürstchen (sie hätten uns sogar ein Auto geliehen, um zum nächsten Gasthaus zu fahren!). Auf dem Zimmer gibt es dank des Wasserkochers noch ein zusätzliches Süppchen (Ramen aus Münchberg) und zum Dessert eine Tafel Schokolade. Gut‘ Nacht!

Fränkischer Gebirgsweg – An der Eger entlang nach Arzberg

Raureif am frühen Morgen
Raureif am frühen Morgen

Das Frühstück am nächsten Morgen lassen wir zugunsten eines frühen Starts ausfallen – ein schneller Kaffee muss reichen. Über offene Felder, später bergab durch Wald, laufen wir Richtung Schwarzenhammer. Dort unterqueren wir die Autobahn A93 und kommen auf der anderen Seite schließlich auf den Egerweg, mit dem unsere Wanderung durch das romantische Egertal beginnt.

Fränkischer Gebirgsweg: Morgenstimmung bei Hendelhammer an der Eger
Fränkischer Gebirgsweg: Morgenstimmung bei Hendelhammer an der Eger

Der Oktober zeigt sich heute wieder von seiner feinsten Seite: Strahlender Sonnenschein, aber doch schon zapfig kalt. Rund um das Dorf Hendelhammer liegt noch der Raufreif auf den Wiesen, als wir in das Naturschutzgebiet Egertal mit seinem herbstlich gefärbten Mischwald gelangen.

Bis zum Kraftwerk Leupolshammer ist der Fluss breit aufgestaut und Schwäne ziehen auf dem Wasser gemütlich ihre Runden. Dann wird das Flussbett deutlich schmaler, da ein Werkskanal einen Großteil des Wassers zum Kraftwerk Hirschsprung im Wellertal ableitet (Besichtigung nach Voranmeldung).

Fränkischer Gebirgsweg: Frösche unter sich im Egertal
Fränkischer Gebirgsweg: Frösche unter sich im Egertal

Das Flussbett der Eger ist übersät mit Granitblöcken und auf den letzten Metern zum Egerstau bei Neuhaus säumen malerische Felspartien das Ufer. Hinter dem Stausee führt und der Fränkische Gebirgsweg über einen Steg auf die andere Seite des Flusses und dann hinauf zum Cafe – Pension Egerstau, wo wir erst einmal unser Frühstück nachholen.

Das Hutschenreuther-Denkmal am Steinberg
Hutschenreuther-Denkmal am Steinberg

Anschließend verlassen wir das Egertal und steigen hinauf zum Schlossberg. Das Örtchen Neuhaus lassen wir links liegen und laufen zur Waldgaststätte Steinhaus, die aber erst am Nachmittag öffnet. Hinter der Gaststätte biegen wir an der Fatima-Kapelle rechts ab, und erreichen schon bald das Hutschenreuther-Denkmal.

Der Gedenkstein erinnert an C. M. Hutschenreuther, der hier am Steinberg kaolinhaltige Erde fand und daraufhin seine erste Porzellanfabrik gründete. Es war der Grundstein für die Porzellanindustrie, welche die Region über 100 Jahre lang prägte. Wir laufen nun wieder bergab und machen noch einen Abstecher zum Sauerbrunnen bei Kothigenbibersbach. Dort müssen wir ganz schön lange pumpen, bis das Heilwasser endlich den Steintrog füllt.

Fränkischer Gebirgsweg: Kurz vor dem Sauerbrunnen bei Kothigenbibersbach
Fränkischer Gebirgsweg: Kurz vor dem Sauerbrunnen bei Kothigenbibersbach

Es geht weiter über die Felder und noch einmal etwas steiler hinauf zum Volkskundlichen Gerätemuseum in Bergnersreuth, das wir zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher vorstellen werden. Nach dem gut eine Stunde dauernden Rundgang durch das alte Gehöft und seine verschiedenen Ausstellungen, geht es nur noch abwärts – am Schloss Röthenbach vorbei – Richtung Arzberg.

Fränkischer Gebirgsweg: Hier wohnte Alexander v. Humboldt
Fränkischer Gebirgsweg: Hier wohnte Alexander v. Humboldt

Am Ortsanfang der einst zweitgrößten Porzellanstadt Deutschlands zweigt der Fränkische Gebirgsweg nach rechts ins Tal der Röslau ab. Wir gehen weiter geradeaus, steigen hinauf zum Arzberger Kirchberg mit seiner Kirchenburganlage und besichtigen noch das Wohnhaus von Alexander v. Humboldt, der hier als Oberbergmeister tätig war. Kenner wissen warum: In dem Gebäude befindet sich heute ein Wirtshaus. Prost!

Bereits in der Dämmerung legen wir die letzten Meter durch die markanten Felsen des Gsteinigt zurück, bis wir am Ende der Röslauschlucht unser Übernachtungsziel, den Gasthof im Gsteinigt, erreichen. Gleich beim Einchecken verrät uns der Wirt, dass es heute Kronfleisch gibt.

Fränkischer Gebirgsweg: Durch die Röslauschlucht Gsteinigt
Fränkischer Gebirgsweg: Durch die Röslauschlucht Gsteinigt

Schnell googlen wir, was das überhaupt ist, und schon wird bestellt: Die fränkische Spezialität aus dem Zwerchfell vom Rind (am besten „medium“ bestellen!) kommt im Wurzelsud und dazu gibt’s Meerrettich, frische Zwiebeln sowie Bauernbrot mit Kräuterbutter – lecker!

Fränkischer Gebirgsweg – Als Grenzgänger nach Waldsassen

Am nächsten Morgen liegt dichter Nebel über dem Röslautal. Wir queren den Fluss und beginnen den heutigen „Grenzweg“ mit dem Aufstieg zum Kohlberg. Als wir aus dem kurzen Waldstück herauskommen, lichtet sich der Nebel bereits und die ersten Sonnenstrahlen tauchen die auf den Feldern verteilten Rundballen aus Stroh in ein ganz besonderes Licht.

Fränkischer Gebirgsweg: Morgennebel im Aufstieg zum Kohlberg
Fränkischer Gebirgsweg: Morgennebel im Aufstieg zum Kohlberg

Am Gipfel des Kohlbergs führt uns der Fränkische Gebirgsweg an einer FGV-Schutzhütte und einem 32 Meter hohen Aussichtsturm (Waldenfelswarte) vorbei. Und wenig später kommen wir beim Queren einer Staatsstraße zu einer alten Postsäule am Sieben-Linden-Berg.

Auf Forstwegen geht es weiter, und als wir den Wald wieder verlassen, tauchen links des Wegs die ersten Preußensteine auf. Diese Grenzsteine stammen aus dem Jahr 1803 und markierten damals die Grenzlinie zwischen dem Markgrafentum Bayreuth/ Kulmbach (Königreich Preußen = „Pr.“) und dem Kurpfalz Fürstentum Baiern (= „P.B.“).

Fränkischer Gebirgsweg: Die "Preußensteine" entlang der alten Grenzlinie
Fränkischer Gebirgsweg: Die „Preußensteine“ entlang der alten Grenzlinie

In nördlicher Richtung verlaufen die Preußensteine übrigens bis zur tschechischen Grenze am Buchbrunnenhaus. Wir folgen allerdings dem Fränkischen Gebirgsweg und überschreiten dabei an der Feisnitz eine weitere Grenzlinie. Der kleine Bach markiert den Übergang von Franken (Landkreis Wunsiedel) in die Oberpfalz (Landkreis Tirschenreuth).

Die sehr eigenartige Dreifaltigkeitskirche Kappl
Die sehr eigenartige Dreifaltigkeitskirche Kappl

Von der Feisnitz aus machte der Fränkische Gebirgsweg früher einen Bogen in nördlicher Richtung, nun führt er auf der Forststraße geradeaus weiter. Nach gut zwei Kilometern zweigt der Weg dann nach links auf einen kleineren Waldpfad ab, und führt schließlich über die Felder zur Dreifaltigkeitskirche Kappl.

Bei der wohl eigenartigsten Kirchenschöpfung Deutschlands dominiert die Zahl drei in allen Bauteilen: außen drei Türme mit Zwiebelhauben und innen dreimal drei Altäre sowie je drei Säulen in den drei Ecken des Grundrisses.

Fränkischer Gebirgsweg: Auf Waldwegen von der Kappl mach Waldsassen
Fränkischer Gebirgsweg: Auf Waldwegen von der Kappl mach Waldsassen

Die restlichen vier Kilometer bis ins Zentrum von Waldsassen kennen wir bereits von unserer Wanderung auf dem Nurtschweg, der an der Kappl beginnt und bis Waldmünchen rund 130 Kilometer durch die Oberpfalz führt. Auf schönen Waldwegen geht es bis zum Ortsrand und schließlich weiter zum Basilikaplatz.

Waldsassen ist das Zentrum des Stiftlands und allein schon wegen der fantastischen Stiftsbasilika eine Reise Wert. Vor zwei Jahren hatten wir allerdings das Pech, dass der Innenraum der Kirche komplett eingerüstet war.

Fränkischer Gebirgsweg: Das Zentrum von Waldsassen mit der Stiftsbasilika
Fränkischer Gebirgsweg: Das Zentrum von Waldsassen mit der Stiftsbasilika

Diesmal haben wir bei der Besichtigung mehr Glück und sind sogar so früh vor Ort, dass wir auch noch die einzigartige Stiftsbibliothek der Zisterzienserinnen Abtei besichtigen können, bevor wir im nahe gelegenen Hotel zum ehem. Königlich-Bayerischen Forsthaus den Abend beschließen.

Buchtipp

Fränkischer Gebirgsweg - Rother-Wanderführer
© Bergverlag Rother

Fränkischer Gebirgsweg
von Christof Herrmann
ISBN 978-3-7633-4463-5

Der 158 Seiten starke Rother Wanderführer beschreibt den Fränkischen Gebirgsweg in 21 Etappen, so dass für eine Komplettwanderung („Thruhike“) ein dreiwöchiger Urlaub reicht. Autor Christof Herrmann liefert zunächst Informationen zu Anforderungen, Ausrüstung sowie An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Rother-typisch folgen die ausführlichen Etappenbeschreibungen mit Wegverlauf, Wanderzeiten, Karte (Maßstab 1:100.000) und Höhenprofil sowie Einkaufs-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Infokästen weisen dabei auf Sehenswürdigkeiten hin und liefern knappe, aber hinreichende Hintergrundinformationen zur Region. Öffnungszeiten fehlen ebenso wenig wie Rufnummern und weiterführende Webadressen.

An ein paar Stellen entsprechen die Beschreibungen und GPS-Daten des 2015 erschienenen Wanderführers inzwischen nicht mehr dem tatsächlichen Wegverlauf. Das ist aber kaum ein Problem, denn dank der Ausschilderung wird sich ohnehin kaum jemand verlaufen und auf der offiziellen Website des Wegs gibt es zudem GPS-Daten, in denen die neuesten Wegänderungen meist schon enthalten sind.

Weitere Beiträge zum Fränkischen Gebirgsweg

Fränkischer Gebirgsweg Wegzeichen
Wegzeichen: Fränkischer Gebirgsweg

Der 2007 eröffnete Fernwanderweg Fränkischer Gebirgsweg beginnt an der bayerischen Landesgrenze zu Thüringen und führt rund 425 Kilometer durch das nordöstliche Franken. Ebenso wie der Frankenweg beginnt er in Blankenstein / Untereichenstein am Südende vom Rennsteig und Kammweg. Auf der Strecke bis Hersbruck, wo der Fränkische Gebirgsweg erneut auf den Frankenweg trifft, sind hier allerdings über 10.000 Höhenmeter und deutlich mehr Kilometer zu bewältigen.

Das liegt vor allem daran, das der als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Fernwanderweg im Zickzack durch Franken führt: So verläuft der Fränkische Gebirgsweg zunächst in südöstlicher Richtung durch den Frankenwald nach Waldsassen in der Oberpfalz. Weiter geht es in westlicher Richtung auf Höhen bis über 1.000 Metern durch das Fichtelgebirge nach Bayreuth. Schließlich macht der Weg in einen großen Bogen durch die Fränkische Schweiz und führt dann in südlicher Richtung ins Nürnberger Land. Tipp: Wer in Hersbruck noch nicht genug hat, wandert weiter auf dem Frankenweg bis Harburg am Ostrand der Schwäbischen Alb.

Linktipp

  • www.fraenkischer-gebirgsweg.de – Offizielle Website des Wanderwegs mit Etappen-Infos, Wander-Broschüre und GPX-Daten
  • www.einfachbewusst.de – Impressionen zur Wanderung von Blogger und Buchautor Christof Herrmann (2014)
  • www.garz.de – Wanderbericht und Reiseeindrücke von Carmen Garz (2015)
  • www.hikr.org – Bericht zur einer Winterwanderung mit Biwak-Übernachtungen (2018)
Werbung & Transparenz: Im Rahmen eines Takeovers der Facebook-Seite "Fränkischer Gebirgsweg" hat HappyHiker live über diese Wanderung berichtet. Ich danke Frau Klemm vom Tourismusverband Franken e.V., die uns im Gegenzug mit der Übernahme von Anreise, Übernachtungen und Verpflegung unterstützt hat. Werbelinks sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Wenn du auf einen dieser Provisions-Links (Affiliate-Links) klickst und über diesen Link einkaufst, erhält HappyHiker eine geringe Provision. Für dich fallen dabei keine Extra-Kosten an. Weitere Infos …

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