Hainichlandweg – Wandern im Unesco-Weltnaturerbe Hainich

Auf dem Hainichlandweg wandern wir durch die Buchenwälder im Westen Thüringens. Diese Rundwanderung führt uns auf den Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich sowie zu alten Sühnekreuzen und Baumgiganten im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.

Wegmarkierung am Hainichlandweg
Wegmarkierung am Hainichlandweg

Der Nationalpark Hainich und die letzten Urwälder Europas interessieren uns schon länger. Bei unseren Reiserecherchen entdecken wir zufällig den recht unbekannten Hainichlandweg. Die 130 Kilometer lange Rundwanderung im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal klingt vielversprechend und so starten wir im Anschluss an den Steigerwald Panoramaweg eine sechstägige Herbstwanderung durch die einzigartigen Buchenwälder im Westen Thüringens.

Die Anreise ist etwas holprig: Die ICE-Strecke zwischen Bamberg und Erfurt ist wegen einem Kabelbrand gesperrt, und so springen wir erst mal in einen Zug Richtung Jena. Unterwegs finden wir eine recht abenteuerliche Verbindung nach Bad Langensalza und nach viermal umsteigen erwischen wir tatsächlich noch den letzten Bus zum Nationalparkzentrum.

Hainichlandweg: Auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
Hainichlandweg: Auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich

Nach einer Nacht im Forsthaus Thiemsburg zeigt sich das Wetter nicht mehr allzu freundlich. Also stimmen wir uns in der Ausstellung des Nationalparkzentrums erst mal auf unsere Hainich-Tour ein. Dabei erfahren wir auch Allerlei zu den Schätzen dieses UNESCO-Weltnaturerbes. Oder hättet Ihr gedacht, dass die 300.000 Blätter einer Buche täglich rund 400 Liter Wasser verdunsten? Und Tag für Tag verarbeitet der Baum satte fünf Kilogramm CO2!

Direkt im Anschluss geht es auf den Baumkronenpfad. Der 540 Meter lange Weg zeigt uns die Buchen nun aus einer ganz anderen Perspektive. Und der 44 Meter hohe Aussichtsturm bietet uns einen schönen Blick über den Hainich und das Thüringer Becken.

Hainichlandweg: Vom Forsthaus Thiemsburg nach Kammerforst wandern

Hainichlandweg: Der Jungbrunnen im Nationalpark Hainich
Am Jungbrunnen

Wir machen noch zwei kleine Abstecher zum Naturdenkmal Braut und Bräutigam (zwei alte, verwachsene Eichen) sowie zur mächtigen Kolumbuseiche. Gegen Mittag geht es am Nationalparkzentrum Thiemsburg dann aber endlich auf den Hainichlandweg.

Auf einem Teilstück des Feensteig wandern wir auf naturnahen Wegen an Wurzelzwergen und verzauberten Waldriesen vorbei zum Weberstedter Steinkreuz. Am „Jungbrunnen“ dreht schließlich ein kleines Kind seine Runden und wir fragen uns, wie lange das wohl schon so geht? Eine Infotafel erzählt uns dann aber mehr über den magischen Baum:

„Wanderer, Du stehst vor einer Brücke über die Zeit! Wenn Du sie betrittst, kannst Du das Rad des Lebens zurückdrehen zu einem glücklichen Augenblick oder einem, wo Du etwas wiedergutmachen möchtest – und Du wirst wie neugeboren sein.“

Holztafel am Jungbrunnen im Hainich Nationalpark

Also drehen wir auch ein paar Runden auf dem Holzrondell und erreichen wenige Meter weiter – wie neugeboren – das „Tor zum Hainich“ und den gleichnamigen Campingplatz bei Weberstedt.

Hainichlandweg: Das Tor zum Hainich
Hainichlandweg: Das Tor zum Hainich

Der Hainichlandweg führt uns nun über offeneres Gelände zum „Gänsekropf“, wo einst ein Forsthaus stand. Später wurde der Gänskropf als NVA-Truppenübungsplatz genutzt und teilweise kann man noch Überreste der alten Schießbahnen entdecken. Die Natur hat das Gelände aber längst zurückerobert und ein kleiner Rastplatz lädt uns zu einer Brotzeit ein.

Pfadig geht es weiter ins Brunstal. Der nutzungsfreie Waldmeister-Buchenwald dieses Taleinschnitts gehört zur Kernzone des Nationalparks Hainich. Und: Mit seinen bis zu 40 Meter hohen Baumgiganten ist dieser wildromantische Wald einfach traumhaft!

Am Ende des Tals gelangen wir an einer Wegkreuzung auf den Hainich Rennstieg, einen bereits 1448 erwähnten Lauf- und Botenweg. Der Rennstieg führt uns schnell zur „Eisernen Hand“, einer Kopie des wohl merkwürdigsten Wegweisers im Hainich. Die eigenwillig gebogenen Finger der geschmiedeten Hand, die schon 1554 urkundlich erwähnt wurde, weisen uns hier den Weg.

Wenige Meter weiter steht etwas abseits des Wanderwegs die nächste Sehenswürdigkeit: Das Ihlefelder Kreuz aus der Zeit um 1400 bis 1450 erinnert an einen Jagdunfall mit einem Braunbären und zeigt auf der Vorderseite den vom Schrecken erstarrten Jäger.

Hainichlandweg: Die eiserne Hand als Wegweiser
Hainichlandweg: Die eiserne Hand als Wegweiser

Einen Kilometer weiter gelangen wir zum Naturdenkmal Betteleiche, dem wohl markantesten Baum im Hainich. Bettelmönche sollen einst eine Aushöhlung in die Stieleiche geschlagen haben, um die hier hinterlegten Gaben vor dem Wetter zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte entstand daraus der heute 2,5 Meter hohe Durchgang im Stamm der Betteleiche.

Hier verlassen wir den Hainichlandweg und wandern weiter auf dem Hainich Rennstieg. An der Wüstung Ihlefeld und zahlreichen alten Grenzsteinen wie dem „Totenkopf“ vorbei, geht es für uns über die Haardt (451 m ü. NHN) zum Fünfwegekreuz Antoniusherberge.

Etwas abseits: Das Schützkreuz wurde um 1640 errichtet
Etwas abseits: Das Schützkreuz wurde um 1640 errichtet

Hier machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Schützkreuz bei Kammerforst, das um 1640 errichtet und hierhin versetzt wurde. Über den Reckenbühl gelangen wir nun wieder zum Hainichlandweg. Ein breiter Forstweg bringt uns schließlich hinab zum Etappenziel, dem direkt am Wanderweg gelegenen Waldgasthof Hainich Haus.

Hainichlandweg: Von Kammerforst nach Rodeberg-Struth wandern

Hainichlandweg: Morgenstimmung kurz hinter Kammerforst
Morgenstimmung bei Kammerforst

Nach dem Frühstück im Hainich Haus geht es zunächst auf einem schmalen Pfad weiter durch den Wald. Dann gelangen wir auf breiteren Wegen entlang des Waldrands zum Vorwerk Oppershausen, einer ehemaligen Gutsschäferei.

Auf dem Gelände des Gutshofs entstand in den 70er Jahren ebenfalls ein Schießplatz der Nationalen Volksarmee. Anfang der 90er Jahre endete aber die militärische Nutzung. Ein Teil des Schießplatzes wurde wieder aufgeforstet und inzwischen haben die Schafe die Streuobstwiesen wieder zurückerobert.

Hainichlandweg: Schafe beim Vorwerk Oppershausen
Hainichlandweg: Schafe beim Vorwerk Oppershausen

Wir queren die Landstraße nach Langula und wandern wieder in den Wald hinein zum „Lehdeborn“. Hier steht neben einer gefassten Quelle ein weiterer Baumveteran des Hainich: Die Lehdebornlinde ist rund 300 Jahre alt, etwa 33 Meter hoch und hat einen Umfang von fünf Metern.

Über Treppen geht es nun hinab ins Langulaer Tal, durch das früher die Vogteier Bimmelbahn fuhr. Nach einem kurzen Stück auf der alten Bahntrasse erreichen wir links des Hainichlandwegs das Taternkreuz (auch Katharin-Kreuz). Das Sühnekreuz erinnert wohl an marodierende Kroaten oder Panduren, die hier im Februar 1593 geschlagen wurden.

Hainichlandweg: Waldweg in der Nähe von Oberdorla
Hainichlandweg: Waldweg in der Nähe von Oberdorla

Mal im Wald, mal am Waldrand entlang, geht es weiter zum Linden-Rondell. Der imposante Ring aus neun Sommerlinden bietet uns einen schattigen Rastplatz und eine tolle Sicht auf Oberdorla, das ebenso wie die Nachbarorte Niederdorla und Langula zur Gemeinde Vogtei gehört.

Eine größere Pause gönnen wir uns aber erst vier Kilometer weiter an der Waldgaststätte Weißes Haus. Wer auf seiner Wanderung auch die mittelalterliche Reichsstadt Mühlhausen erkunden will, der wandert von hier aus geradeaus weiter zum „Waldcafe“ und läuft dann am Schwanenteich (Campingplatz) vorbei in die Stadt.

Hainichlandweg: Baumveteranen im Linden-Rondell bei Oberdorla
Hainichlandweg: Baumveteranen im Linden-Rondell bei Oberdorla

Wir folgen aber weiter dem Hainichlandweg, der uns nun über den Promenadenweg in den Mühlhäuser Stadtwald führt. Zahlreiche Tafeln und Gedenksteine erinnern hier an das Leid der Frauen, die im Rüstungsbetrieb „Gerätebau“ Zwangsarbeit leisten mussten.

Hinter den Zaunpfählen am Wegesrand, sehen wir im Wald auch die überwucherten Überreste des Rüstungsbetriebs. Die Gerätebau GmbH setzte ab 1942 ausländische Zwangsarbeiterinnen und später auch weibliche KZ-Häftlinge bei der Produktion von Zeitzündern für Flak-Granaten ein.

Hainichlandweg: Durch den Mühlhäuser Stadtwald
Hainichlandweg: Durch den Mühlhäuser Stadtwald

Wenige Meter weiter überrascht uns ein ganz unerwartetes Hainich-Highlight: Die wohl ältesten und höchsten Riesenmammutbäume Thüringens. Normalerweise hat der „Sequoiadendron giganteum“ an den Westhängen der Sierra Nevada seine Heimat. Hier wurden die Kalifornien-Importe 1884 von einem Oberförster gepflanzt.

Das stärkste Exemplar der drei Mühlhäuser Mammutbäume hatte im Jahr 2015 bereits eine Höhe von 45 Metern und einen Umfang von 4,41 Metern in 1,3 Metern Stammhöhe. Ein weiterer Baum wurde übrigens im Jahr 1992 rund 600 Meter entfernt gepflanzt.

Hainichlandweg: Riesenmammutbaum im Stadtwald Mühlhausen
Hainichlandweg: Riesenmammutbaum im Stadtwald Mühlhausen

Der Hainichlandweg führt uns nun weiter durch den Wald Richtung Eigenrieden. Gut gefallen hat uns auf diesem Abschnitt der Scharfer Uferweg entlang des Feichtaer Bachs mit seinen urig geformten Hainbuchen.

Richtig gestunken hat uns der Weg aber ab dem Rastplatz am 1826 erbauten Schäfersbrunnen. Und das lag nicht nur am schnurstracks geradeaus führenden Schotterweg, sondern vor allem an einem offenen Abwasserkanal, der links des Wegs seine „Düfte“ entfaltet.

Hainichlandweg: Auf dem Scharfer Uferweg vor Eigenrieden
Hainichlandweg: Auf dem Scharfer Uferweg vor Eigenrieden

Hinter Eigenrieden gelangen wir schließlich auf den Mühlhäuser Landgraben. Diese ab 1350 angelegte Wallanlage schützte einst den Königsgutsbesitz um Mühlhausen vor Raubritterüberfällen. Heute führt uns ein uriger Pfad über den Mühlhäuser Landgraben nach Rodeberg und schließlich in das Eichsfelder Dorf Struth.

Liste   

Information
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Lf Hiker | E.Pointal contributor

Hainichlandweg – Weltnaturerbe Hainich   

Profil

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimale Höhe: Keine Daten
Maximale Höhe: Keine Daten
Höhenmeter (aufwärts): Keine Daten
Höhenmeter (abwärts): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

In Struth beenden wir unsere knapp 20 Kilometer lange Etappe. Wir beziehen Quartier in der Pension Zur Grünen Linde und vor dem Abendessen stocken wir im nahe gelegenen Edeka-Markt noch unsere Vorräte auf.

Hainichlandweg: Von Struth nach Heyerode wandern

Hainichlandweg: Start im Regen bei Struth
Struth: Start im Regen

Als wir am nächsten Morgen aufbrechen regnet es – und das sogar recht kräftig. Also gut: Die Kamera wird wasserdicht im Rucksack verstaut und los geht’s. Dann knipsen wir halt heute nur mit dem Smartphone …

Der Hainichlandweg führt uns auf dem sogenannten Briefträgerweg zunächst aus Struth heraus, und dann an der Flussquelle vorbei ins Tal der Frieda. Auf dem Lutherweg folgen wir nun dem Bachlauf. Wir laufen in südwestlicher Richtung durch die kleine Schluchtenwelt des Friedatals und erreichen bald eine ehemalige Benediktinerinnen-Abtei.

Hainichlandweg: Die Kirche des ehemaligen Kloster Zella
Hainichlandweg: Die Kirche des ehemaligen Kloster Zella

Durch das Torhaus betreten wir das Kloster Zella, das heute als Altersheim genutzt wird. Die hübsch gelegene Anlage besticht durch ihre Speicher und Fachwerkhäuser, die größtenteils aus dem Jahr 1603 stammen. Zentraler Mittelpunkt des Klosterhofs ist die romanische Kirche St. Nikolaus, die auch heute noch für Gottesdienste genutzt wird.

Auf meist recht breiten, aber naturnahen Wegen geht es weiter durch den Wald. Zur Linken erhaschen wir – trotz des schlechten Wetters – sogar den ein oder anderen Blick auf die bis zu 30 Meter hohen Felsformationen im Naturschutzgebiet „Klosterschranne – Faulunger Stein“ rund um den Schlegelsberg (461 m ü. NHN).

Hainichlandweg: Schöner und einfacher Waldweg im Regen
Hainichlandweg: Schöner und einfacher Waldweg im Regen

Bei Lengenfeld unterm Stein lässt der Regen dann endlich etwas nach. Das unübersehbare Wahrzeichen dieses Taldorfs ist das riesige Eisenbahn-Viadukt der Bahnstrecke Leinefelde–Treysa. Diese Strecke war Teil der ehemaligen Kanonenbahn, die einst Metz und das Reichsland Elsass-Lothringen an die Hauptstadt Berlin anbinden sollte.

Züge fahren hier schon lange nicht mehr, und trotzdem kann man das Eisenbahn-Viadukt auch heute noch befahren. Am Lengenfelder Bahnhof stehen dazu nämlich Fahrraddraisinen bereit. Wer ausreichend Power in den Beinen hat, fährt dabei auf der längsten Route gleich über drei Viadukte und durch fünf Tunnel bis nach Dingelstädt.

Wir haben zwar noch genug Power, verzichten aber trotzdem auf die Strampelei und nehmen den Aufstieg am Dünberg in Angriff. Der Hainichlandweg führt uns nun durch Hildebrandshausen. Hinter dem Ort merken wir dann, dass wir nun sehr nahe an der Landesgrenze sind.

Ein alter Kolonnenweg mit Wegplatten aus Beton, gebaut für die Fahrzeuge der DDR-Grenztruppen, erinnert uns kurz an die innerdeutsche Grenze. Über Wiesen und Felder wandern wir weiter bis Katharinenberg, wo wir die Ruine einer spätgotischen Wallfahrtskapelle besichtigen.

Hainichlandweg: Ein alter Kolonnenweg vor Katharinenberg
Hainichlandweg: Ein alter Kolonnenweg vor Katharinenberg

Auch in Diedorf, dem nächsten Ort auf dem Hainichlandweg, gehört der Besuch des Gotteshauses zum Pflichtprogramm. Hier lockt das mehr als 500 Jahre alte heilige Grab in der Kirche St. Albanus, eine Darstellung der Grablegung Christi. Ebenfalls sehenswert: Die beiden Steinkreuze in der Angermauer des Ortes.

Hinter Diedorf nutzt der Hainichlandweg dann die alte Bahntrasse der Vogteier Bimmelbahn, die wir bereits bei Langula gekreuzt haben. Bis Heyerode ist der an sich sehr schöne Weg aber durchgehend asphaltiert, und dadurch eher zum Radfahren als zum Wandern geeignet.

Hainichlandweg: Altes Bahnwärterhäuschen bei Diedorf
Hainichlandweg: Altes Bahnwärterhäuschen bei Diedorf

Über den Sengelsberg erreichen wir schließlich Heyerode. Von der alten Bahnbrücke genießen wir den Blick auf den hübsch gelegenen und zur Landgemeinde Südeichsfeld gehörenden Ort. Dann laufen wir weiter zum heutigen Etappenziel, dem ehemaligen Bahnhof Heyerode.

Pünktlich zum Wolkenbruch erreichen wir unsere Unterkunft im Landgasthof Alter Bahnhof. Dieser Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland ist übrigens Teil des Diakonie Doppelpunkt e.V., der neben dieser Unterkunft noch weitere Einrichtungen für Menschen mit Behinderung betreibt.

Hainichlandweg: Blick vom Bahndamm auf Heyerode
Hainichlandweg: Blick vom Bahndamm auf Heyerode

Wir fühlen uns hier auf Anhieb wohl und finden das ein klasse Projekt. Und: Hier gibt’s auch endlich mal ein klasse Bier aus der Region! Mit einem Craft-Beer von Michels Eichsfelder Braumanufaktur stoßen wir dann auch erst mal auf die erste Hälfte unserer Wanderung durchs Hainichland an. Prost!

Hainichland Logo

Hainichlandweg

Der 2012 eröffnete Hainichlandweg führt Wanderer zu den letzten Überbleibseln der Urwälder Mitteleuropas. Im Städtedreieck Mühlhausen – Bad Langensalza – Eisenach windet sich dieser knapp 130 Kilometer lange Rundwanderweg durch den Wartburgkreis und Unstrut-Hainich-Kreis. Dem roten Punkt auf weißem Quadrat folgend durchqueren Fernwanderer dabei den als Unesco-Weltnaturerbe ausgezeichneten Nationalpark Hainich in Thüringen und das Tal der Werra.

Der Hainichlandweg wurde auf vorhandenen Wegen ausgewiesen und nutzt Naturpfade, Forstwege sowie – teils asphaltierte – Wirtschaftswege. Die Anforderungen eines Premiumwanderweg erfüllt diese Wanderung bislang noch nicht. Sieben Etappen sehen die meisten Beschreibungen des Hainichlandwegs für diesen aus unserer Sicht recht leichten Fernwanderweg vor. Wir haben uns für den Hainichlandweg im Herbst 2019 knapp sechs Tage Zeit genommen.

Buchtipp

Hainichlandweg-Wanderführer von Iris Henning
© Hainichland UG

Hainichlandweg
von Iris Henning
Hainichland UG

In diesem Wanderführer stellt Iris Henning den Hainichlandweg auf 220 Seiten vor. Wir hatten keine Möglichkeit, diesen Wanderführer näher zu prüfen, doch die Leseprobe klingt vielversprechend. Die Autorin hält sich nicht an die üblichen sieben Etappen, sondern lässt sich mit neun Tagen deutlich mehr Zeit für den Hainichlandweg. Dafür bietet Sie neben der bloßen Wegbeschreibung aber auch zahlreiche „Pausenstopps“, bei denen Sie auf Geschichten und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand eingeht. Das Buch aus dem Jahr 2013 ist nicht über den Buchhandel, sondern nur über den Verlag erhältlich.

Über die KKV Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft mbH ist zudem eine wetterfeste Rad- und Wanderkarte im Maßstab 1:35.000 mit Zuwegen, Höhenprofil und UTM-Gitter für die GPS-Nutzung verfügbar. Aus unserer Sicht ist eine Karte aber nicht notwendig: Der Weg ist mit rund 300 Wegweisern bestens markiert – verlaufen kann man sich kaum.

Jetzt Teil 2 unseres Wanderberichts lesen!

Linktipp

Werbung & Transparenz: Ich danke der Thüringer Tourismus GmbH, die unsere recht kurzfristig geplante Wanderung auf die Schnelle mit zwei ThüringenCards für den Baumkronenpfad unterstützt hat. Meine Meinung und Berichterstattung bleiben davon unbeeinflusst! Werbelinks sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wenn du auf einen dieser Provisions-Links (Affiliate-Links) klickst und über diesen Link einkaufst, erhält HappyHiker eine geringe Provision. Für dich fallen dabei keine Extra-Kosten an. Weitere Infos …

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