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Wandern in Übersee – 2.000 km durch Australien und die USA

2.000 Kilometer wandern in Übersee – 2017 geht’s nach Australien und in die USA! In den kommenden Monaten stehen für uns der Cape to Cape Track und der Bibbulmun Track in West-Australien sowie der Colorado Trail durch die Rocky Mountains auf dem Plan.

Manchmal eröffnen zunächst ungeliebte Veränderungen im persönlichen Umfeld ganz neue Chancen. Wir wollen diese nutzen, um 2017 noch ein bisschen mehr zu wandern. Genauer gesagt möchten wir in diesem Jahr – wenn die alten Knochen durchhalten – rund 2.000 Kilometer in Übersee wandern. Welche Wanderwege in Australien und den USA dabei geplant sind, verraten wir euch hier.

Coast to Coast Track – Warm-up-Walk in West-Australien

Zunächst geht es auf der sechs Monate langen Reise nach Perth in West-Australien. Von hier aus wollen wir die 250 Kilometer weiter im Süden gelegene Margaret River Region erkunden und auf dem 125 Kilometer langen Cape to Cape Track noch einmal die Ausrüstung für unser Projekt Wandern in Übersee testen.

Der Cape to Cape Track ist ein Küstenweg, der uns in Nord-Süd-Richtung vom Leuchtturm am Cape Naturaliste zum Leuchtturm am Cape Leeuwin, dem südwestlichsten Punkt des australischen Festlandes, führt. Anschließend geht es mit dem Bus weiter nach Albany, dem Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung.

Bibbulmun Track – 1000 km durch den australischen Busch

„Giftige Schlangen, Millionen von Fliegen, Moskitos und Spinnen, Buschbrände, und die Gefahr zu verdursten – auf diesem Mega-Wanderweg droht überall Lebensgefahr“, schreibt Robin Hartmann auf Travelbook.de.

Ganz so schlimm scheint der 1.000 Kilometer lange Bibbulmun Track aber gar nicht zu sein, denn Robert von Frischluftgeschichten.de hat ihn überlebt und Triple-Crown-Hikerin Christine Thürmer aka German Tourist hat Australiens längster Wanderweg sogar so gut gefallen, dass sie ihn gleich zweimal lief.

A Thru-hike of the Bibbulmun Track in Western Australia – Oct-Nov 2013

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wir planen den Bibbulmun Track von Süden nach Norden, also von Albany nach Perth, zu wandern, um dem australischen Winter etwas davonzulaufen. Auf Mail-Drops, das Vorausschicken von Fress- und Ausrüstungspaketen, wollen wir dabei verzichten und uns stattdessen in den Supermärkten und General Stores der neun kleinen Orte am Wanderweg versorgen.

In Perth angekommen, müssten wir dann noch ein paar Tage Zeit haben, um uns ein wenig zu erholen und die Umgebung zu erkunden. Anschließend geht es in einem Marathon-Flug über Doha und Dallas nach Denver im US-Bundesstaat Colorado.

Colorado Trail – 800 km durch die Rocky Mountains

Hoch hinaus wollen wir auf der zweiten Station unseres Projekts Wandern in Übersee. Der fast 800 Kilometer lange Colorado Trail in den USA verläuft auf seinem Weg von Denver bis Durango fast überwiegend auf einer Höhe von 3.000 bis 4.000 Metern. Auch hier werden wir weitestgehend auf Mail-Drops verzichten und stattdessen regelmäßig in die angrenzenden Ortschaften trampen, um uns dort mit Lebensmitteln zu versorgen.

Sollten wir mit den Schwarzbären, der Höhe und den Witterungsbedingungen einigermaßen klar kommen, dann ist auch die Begehung der Collegiate West Loop geplant, die hier parallel zum Continental Divide Trail verläuft. Und vielleicht schaffen wir ja auch die Besteigung des ein oder anderen 14er – also den Aufstieg zu einem der mehr als 14.000 Fuß (4267 Meter) hohen Gipfel. Das YouTube-Video von André und Lian de Jel auf  Friendlyhiker.com weckt jedenfalls schon jetzt unsere Vorfreude auf Colorado.

Its only a mountain when you're down below. The Colorado Trail adventure

Dieses Video ansehen auf YouTube.

In Durango angekommen dürften wir noch ein paar Wochen Zeit für einen kleinen Road-Trip durch die US-Nationalparks haben. Mit dem Mietwagen wollen wir dann langsam Richtung Las Vegas fahren, dort noch ein wenig zocken und schließlich wieder nach München zurückfliegen.

Wandern in Übersee – was nehmen wir alles mit?!

Um ganz ehrlich zu sein: Es gibt noch keine finale Packliste für unsere Tour. Unser Ziel liegt aber bei einem Basisgewicht von rund 7,5 Kilogramm pro Rucksack, da wir zumindest auf einzelnen Abschnitten Lebensmittel für bis zu 12 Tage einpacken müssen.

Spot Gen3 - Das Gerät sendet unsere GPS-Position per Satellit an das Rettungsdienst-Zentrum GEOS (Bild: WeSPOT GbR).

Spot Gen3 – Das Gerät sendet unsere GPS-Position per Satellit an ein Rettungsdienst-Zentrum (Bild: WeSPOT GbR).

Einige Ausrüstungsgegenstände hatten wir auf unseren bisherigen Touren noch nie dabei. Über den satellitengestützten Nofallsender SPOT Gen3, den uns freundlicherweise die Firma WeSPOT als Sponsor zur Verfügung stellt, haben wir beispielsweise die Möglichkeit, auch ohne Mobilfunknetz OK-Meldungen an unsere Liebsten zu versenden oder im Fall der Fälle – etwa bei einem Schlangenbiss – Hilfe zu rufen. Über die Tracking-Funktion des Geräts bleibt ihr hier im Blog zudem stets auf dem Laufenden, wo wir gerade umherwandern.

Erstmals wollen wir auch einen Trekkingschirm mitnehmen. Der rund 200 Gramm leichte Swing Liteflex von Euroschirm, den uns René Spörke vom umbrella-store.de zur Verfügung stellt, soll uns mit seiner UV-Schutzausrüstung und einem Lichtschutzfaktor von 50+ dabei nicht nur vor Regen, sondern auch vor der Sonne schützen. Zudem lässt sich der Schirm wohl auch gut als Windschutz beim Kochen verwenden. Alle weiteren Details zu unserer Ausrüstung verraten wir euch in unserer Packliste Weitwandern zum Projekt Wandern in Übersee!

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6 Kommentare

  1. Wow, was für ein Abenteuer Euch da bevor steht! Klasse! Ich werde mit Spannung alles verfolgen.

    Wanderbare Grüße aus Limburg,
    Jörg

  2. Da bekommt man sofort Fernweh. Bin gespannt auf die Berichte! Gruß Max

  3. Wow – da habt ihr ja eine Menge vor dieses Jahr! Das wird bestimmt eine sehr spannende Zeit – ich freue mich schon auf die Berichte und Bilder! Darf ich fragen, wie viel Zeit ihr in die Planung der Reise gesteckt habt?

    Viele liebe Grüße und viel Spaß unterwegs!
    Biene

    • Hi Biene,
      das ist gar nicht so leicht zu beantworten 😉 Zunächst wollten wir noch den Appalachian Trail machen. Dann haben wir uns aber umentschieden, da BT & CT im Gegensatz zum grünen Tunnel doch mehr Abwechslung versprechen. Den Flieger nach Perth und Denver haben wir Anfang September gebucht (den Rückflug ab Las Vegas deutlich später) und im Grunde begann da auch die Planung: passende Kreditkarten besorgen, neue Führerscheine, Visa, ESTA und der ganze administrative Kram.
      Die Wanderungen selbst planen wir gar nicht so minutiös, da wir genug Zeit haben, so dass wir hier und da auch mal einen ungeplanten Resupply-Stop einlegen können. Manch einer glaubt ja anscheinend bei derartigen Touren, die Ankunftszeit auf die Stunde genau voraussagen zu können. Das ist nicht unser Ding – in schönen Track Towns wollen wir durchaus auch mal einen Tag länger bleiben (können).
      Bis dann … Stefan

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