Zeugenbergrunde – Wandern im Oberpfälzer Jura um Neumarkt

Zeugenbergrunde – Wandern im Oberpfälzer Jura um Neumarkt

Die Zeugenbergrunde ist ein „Leading Quality Trail – Best of Europe“, aber bislang recht unbekannt. Zu Unrecht, denn die Rundwanderung bei Neumarkt in der Oberpfalz ist naturnah, abwechslungsreich und eignet sich ideal als Microadventure für ein verlängertes Wochenende.

Zeugenbergrunde: Das Schreiberhaus ist das älteste erhaltene Bürgerhaus der Stadt Neumarkt
Das Schreiberhaus in Neumarkt

Im Mai und Juni häufen sich die Brückentage – ideale Voraussetzungen also für kurze Wandertrips. Auf der Suche nach passenden Zielen sind wir auch auf die Zeugenbergrunde rund um Neumarkt in der Oberpfalz gestoßen. Der offiziell gut 48 Kilometer lange Rundwanderweg verbindet den Trauf der mittleren Fränkischen Alb mit den wichtigsten Zeugenbergen im Westen der Stadt.

Zeugenberge? Den Begriff hatten wir noch nie gehört! Dabei kennen wir Zeugenberge schon aus alten John-Wayne-Filmen, die oft im Monument Valley gedreht wurden. Die markanten Einzelberge der Wild-West-Kulisse wurden durch Erosion isoliert und „bezeugen“ heute einen früher zusammenhängenden Gesteinsverband. Genau das gibt es auch im Oberpfälzer Jura – allerdings ohne Cowboys und Indianer …

Zeugenbergrunde: Das spätgotische Rathaus der Stadt Neumarkt (erbaut um 1430)
Zeugenbergrunde: Das spätgotische Rathaus der Stadt Neumarkt (erbaut um 1430)

Mit einem Brückentag können wir unsere Fronleichnams-Wanderung gemächlich angehen und am ersten Tag in aller Ruhe Neumarkt erkunden. Unser Rundgang führt uns über den Oberen und Unteren Markt, zum historischen Rathaus, dem Münster St. Johannes und zum ehemaligen Pfalzgrafenschloss. Besuche im Stadtmuseum und im Maybach-Museum komplettieren den entspannten Stadtbummel.

Die Zeugenbergrunde

Logo der Zeugenbergrunde

Die Zeugenbergrunde ist ein 48,3 Kilometer langer Rundwanderweg um Neumarkt in der Oberpfalz. Die Tour ist bestens geeignet für ein verlängertes Wochenende, lässt sich aber auch mit dem Jurasteig oder Frankenweg kombinieren. Laut Selbstauskunft sind 52 % der Zeugenbergrunde naturbelassen und nur 18% des Weges asphaltiert. Diese Angaben decken sich mit unseren Erfahrungen. Die Zeugenbergrunde trägt zudem das Gütesiegel Qualitätsweg Wanderbares Deutschland und zählt auch zu den Leading Quality Trails – Best of Europe. Markiert ist der Wanderweg durch einen roten Strich auf gelbem Spiegel.

Achtung: Andere Quellen beschreiben die Zeugenbergrunde in drei bis fünf Etappen. Oft werden dabei lokale Wanderwege einbezogen, die häufiger über Asphalt führen. Andere Beschreibungen setzen auf Taxis oder (an Wochenenden und Feiertagen nur selten verkehrende) öffentliche Verkehrsmittel. Sinnvoller ist unserer Ansicht nach die hier beschriebene Übernachtung vor Ort.

Zeugenbergrunde Etappe 1 – Von Neumarkt nach Berngau

Zeugenbergrunde: Die gelb-rot-gelbe Wegmarkierung
Die gelb-rot-gelbe Wegmarkierung

Wir übernachten am Anreisetag im Gästehaus des Kloster St. Josef, das sehr nahe an der Zeugenbergrunde gelegen ist. Nach dem Frühstück gelangen wir direkt hinter dem Kloster auf den Wolfsteinweg (markiert mit einer blauen 5), der uns über die 367 Treppenstufen des Neumarkter Kreuzwegs hinauf zur Wallfahrtskirche Mariahilf führt.

In der Kirche wird gerade der Gottesdienst gefeiert und so müssen wir die Besichtigung auf den letzten Tag unserer Wanderung verschieben. An der Grotte unterhalb der Wallfahrtskirche gelangen wir auch schon auf die Zeugenbergrunde, die uns zunächst durch Buchen-Robinien-Mischwald Richtung Süden führt.

Wanderpfad der Zeugenbergrunde am Mariahilfberg
Wanderpfad der Zeugenbergrunde am Mariahilfberg

Kurz vor Lähr endet der schöne Waldabschnitt. Wir wandern weiter über die Wiesen und wenig später über ein kurzes Stück Radweg. Dann ändert sich die Vegetation abrupt, wir beobachten mehrere Eichelhäher, und gelangen nach der Querung der Bundesstraße B8 zu den Neumarkter Sanddünen.

Die Neumarkter Sanddünen und der Ludwigskanal

Moor-Kiefernwälder prägen das 65 Hektar große Naturschutzgebiet der Neumarkter Sanddünen und schließlich laufen wir auch tatsächlich über Sand. Der wurde während der Würm-Kaltzeit vor rund 10.000 bis 115.000 Jahren aus dem Nürnberger Becken verblasen und lagerte sich hier in sogenannten Binnendünen ab.

Zeugenbergrunde: Moor-Kiefernwald im NSG Neumarkter Sanddünen
Zeugenbergrunde: Moor-Kiefernwald im NSG Neumarkter Sanddünen

Der schöne Weg durch die Sanddünen führt allerdings auch einige Zeit an der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg entlang. Optisch nimmt man das kaum wahr, doch die Strecke ist durchaus rege befahren. Kurz hinter einer Pferderennbahn erreichen wir aber schon den Ludwig-Donau-Main-Kanal, der auch Ludwigskanal oder schlicht „Alter Kanal“ genannt wird.

Die 1846 fertiggestellte Wasserstraße verband einst die Donau bei Kelheim mit dem Main bei Bamberg. Das ingenieurtechnische Meisterwerk schrieb allerdings schon bald rote Zahlen und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus der Investitionsruine ein Industrie-Idyll, an dem hier bei Neumarkt die Bachstelzen spielen und Teichrosen wachsen.

Zeugenbergrunde: Am Ludwig-Donau-Main-Kanal
Zeugenbergrunde: Am Ludwig-Donau-Main-Kanal

Nach rund zwei Kilometern auf den alten Treidelwegen des Kanals zweigt die Zeugenbergrunde kurz hinter dem Campingplatz Ölkuchenmühle Richtung Westen ab. Über die Felder und an der Ortschaft Buchberg vorbei gelangen wir schließlich zum gleichnamigen Zeugenberg.

Auf dem Keltenwall über den Buchberg

Der markante und 591 Meter hohe Buchberg hat die Gestalt eines nach Westen hin offenen Hufeisens. Der Aufstieg über die Zeugenbergrunde führt uns auf schmalen Pfaden an den Felsformationen „Predigtstuhl“ und „Teufelskeller“ vorbei über den „Glasberg“ genannten Südwestschenkel des Buchbergs.

Buchberg: Aufstieg zum 588 Meter hohen Zeugenberg
Buchberg: Aufstieg zum 588 Meter hohen Zeugenberg

Die Buchberghochfläche, auch „Im Steinbruch“ genannt, ist zu weiten Teilen von einem vorgeschichtlichen Ringwall umgeben. Wir wandern entlang des Keltenwalls zum nordöstlichen Sporn des Bergs, wo uns eine Infotafel nähere Details zum Zangentor verrät, über das einst der Zugang zu der keltischen Wehranlage am Buchberg erfolgte.

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg, denn zum Abschluss unserer Tagesetappe steht noch der Staufer Berg (521 m ü. NN) auf dem Programm. Der kleine, bewaldete Zeugenberg, auf dem noch Reste eines Burgstalls zu erkennen sind, ist aber schnell genommen.

Zeugenbergrunde: Blick zurück auf den Buchberg
Zeugenbergrunde: Blick zurück auf den Buchberg

Nachdem wir wieder auf die Felder gelangen, verlassen wir schließlich die Zeugenbergrunde und wechseln auf die Berngauer Nordschlaufe (markiert mit einer grünen 6). Der asphaltierte Lokalwanderweg führt uns auf gut zwei Kilometern nach Berngau, wo wir im Berngauer Hof unser Quartier beziehen.

Bei feinstem Wetter und einem dunklen Bierchen erholen wir uns nun erst einmal auf der Terrasse der Gaststätte von der 24 Kilometer langen und heute doch recht schweißtreibenden Etappe. Schließlich stehen am zweiten Tag noch einmal ebenso viele Wanderkilometer an.

Liste   

Information
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Lf Hiker | E.Pointal contributor

Zeugenbergrunde Etappe 1   

Profil

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimale Höhe: Keine Daten
Maximale Höhe: Keine Daten
Höhenmeter (aufwärts): Keine Daten
Höhenmeter (abwärts): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Zeugenbergrunde Etappe 2   

Profil

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimale Höhe: Keine Daten
Maximale Höhe: Keine Daten
Höhenmeter (aufwärts): Keine Daten
Höhenmeter (abwärts): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Zeugenbergrunde Etappe 3   

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50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimale Höhe: Keine Daten
Maximale Höhe: Keine Daten
Höhenmeter (aufwärts): Keine Daten
Höhenmeter (abwärts): Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Zeugenbergrunde Etappe 2 – Von Berngau nach Pilsach

Zeugenbergrunde: Am Zeugenberg Hohe Ahnt (525 m ü. NN)
Hohe Ahnt (525 m ü. NN)

Nach dem Frühstück brechen wir zeitig auf und folgen der Berngauer Nordschlaufe weiter Richtung Norden. Auf diese Weise müssen wir nicht zweimal den gleichen Zubringerweg laufen und versäumen nur wenige hundert Meter der Zeugenbergrunde. Am Beginn des Waldgebiets um die Hohe Ahnt (525 m ü. NN) treffen wir auch schon wieder auf unseren Wanderweg.

Der menschenleere Waldweg führt uns durch dichten Fichtenwald und später durch lichte Kiefernwälder stetig bergauf. Wir überschreiten die Hohe Ahnt und gelangen nach Tyrolsberg, einen Ortsteil der Gemeinde Berngau, wo wir am Ortsrand ein wenig den Flugverkehr vor ein paar Bienenkästen beobachten.

Zeugenbergrunde: Die Quelle der Sulz am Tyrolsberg
Zeugenbergrunde: Die Quelle der Sulz am Tyrolsberg

Nach der Ortsdurchquerung gelangen wir wenige Meter hinter dem Ortsrand zur Sulz-Quelle. Die gut 30 Kilometer lange Sulz – hier noch ein kleines Rinnsal – fließt Richtung Süden und mündet bei Beilngries in die Altmühl (Lese-Tipp: Altmühltal Panoramaweg).

Ein kurzes Stück geht es nun steiler bergauf, bis wir den Kamm des Tyrolsbergs (546 m ü. NN) erreichen und auf einsame und durch unzählige Fichtennadeln auch superweiche Waldwege gelangen, die uns zum Großberg (572 m ü. NN) führen. Dabei passieren wir übrigens auch die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.

Zeugenbergrunde: Zwischen Tyrolsberg und Großberg
Zeugenbergrunde: Zwischen Tyrolsberg und Großberg

Schließlich endet das schöne Waldgebiet und wir gelangen wieder ins Freie. An mehreren Weihern vorbei und über die Bahnlinie Neumarkt-Nürnberg hinweg geht es hinauf zum Gradl Hof, der uns einen schönen Blick auf Postbauer-Heng bietet. Am Vorabend wurde hier anscheinend kräftig gefeiert und das Aufschichten des Sonnenwendfeuers ist auch schon voll im Gange.

Durch Heidelbeersträucher zur Heinrichsbürg

Wir wandern durch Mischwälder weiter Richtung Grünberg (535 m ü. NN). Kurz vor dem Gipfel zweigt die Zeugenbergrunde allerdings Richtung Osten ab, und wenig später queren wir kurz hinter dem Steinbach noch einmal die Bundesstraße B8.

Zeugenbergrunde: Infotafel in der Nähe des Grünberg
Zeugenbergrunde: Infotafel in der Nähe des Grünberg

Nun geht es wieder steiler bergauf. Auf schönen, naturnahen Forstwegen und durch unzählige Blaubeersträucher hindurch gelangen wir zur Heinzburg am Schlossberg (540 m ü. NN). Von der Burgruine Heinrichsbürg ist aber so gut wie nichts mehr zu sehen, und das hügelige Gelände der Anlage wird wohl überwiegend von Mountainbikern genutzt.

Auf den nächsten drei Kilometern geht es bergab. Die geschotterten Forstwege verlaufen nun fast schnurgerade bis zum Sicherheitstor des Alten Kanals. Ein paar Meter weiter erreichen wir den zu Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz gehörenden Ort Loderbach, dessen einzige Einkehrmöglichkeit, der Landgasthof Ehrnsberger, aber leider noch geschlossen hat.

Zeugenbergrunde: Am Ludwigskanal-Sicherheitstor bei Loderbach
Zeugenbergrunde: Am Ludwigskanal-Sicherheitstor bei Loderbach

Kurz hinter Loderbach wird es dann ein wenig ungemütlich, denn nun führt die Zeugenbergrunde über den Haidbühl (540 m ü. NN) Richtung Autohof Neumarkt. Gut 600 Meter geht es am Autobahnzubringer entlang, bis der Weg am Womo-Stellplatz Fritz Berger nach links abzweigt und der Autolärm so langsam wieder in den Hintergrund tritt.

An einem kleinen Weiher kurz vor der Habermühle verlassen wir die Zeugenbergrunde, um auf dem Mühlenweg (markiert mit einer roten 2) nach Pilsach zu gelangen. Auf den letzten Metern zum Hotel-Gasthof Am Schloss erwischen uns dann tatsächlich noch ein paar Regentropfen. Richtig nass werden wir aber nicht, und das Abendessen der kreativen Schlossküche ist wirklich ein schöner Abschluss der zweiten Etappe.

Zeugenbergrunde Etappe 3 – Von Pilsach nach Neumarkt

Zeugenbergrunde: Ehemaliges Gasthaus in Rödelberg
Ehemaliges Gasthaus in Rödelberg

Nach dem Frühstück steht für uns am dritten Tag auf der Zeugenbergrunde im Grunde nur noch eine halbe Etappe an. Gerade einmal zwölf Kilometer sind es bis zur Wallfahrtskirche Mariahilf, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Auf dem Frankenweg wandern aus Pilsach hinaus Richtung Rödelberg und an der Leitgraben-Brücke treffen wir schließlich wieder auf die Zeugenbergrunde.

Über die Felder wandern wir Richtung Labersricht. Stets im Blick haben wir dabei die Burgruine Wolfstein, die uns bereits auf den letzten Metern der zweiten Etappe zum Greifen nah erschien. Letztlich ist es dann aber doch noch ein wenig weiter, als es zunächst den Anschein hat.

Zeugenbergrunde: Kurz hinter der Leitgraben-Brücke
Zeugenbergrunde: Kurz hinter der Leitgraben-Brücke

Hinter dem Weiler Labersricht geht es ein letztes Mal richtig steil bergauf. Auf schönen, breiten Waldwegen und durch dichten Buchen-Mischwald hindurch schlängelt sich der Weg am Nordhang der Burgruine hinauf.

Die Burgruine Wolfstein hoch über Neumarkt

Nach einer scharfen Rechtskurve geht es flacher voran und schließlich erreichen wir über Wiesenpfade die Burgruine Wolfstein. Die mächtige Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert erlitt im Landshuter Erbfolgekrieg schwere Beschädigungen und verfiel seit Beginn des 17. Jahrhunderts.

Zeugenbergrunde: Schattiger Aufstieg hinter Labersricht
Zeugenbergrunde: Schattiger Aufstieg hinter Labersricht

Seit Mitte der 90er Jahre kümmern sich die Wolfsteinfreunde Neumarkt um den Erhalt der Anlage. 1997 begannen umfangreiche Ausgrabungen und mit Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege wurden diverse Burgelemente freigelegt und wissenschaftlich dokumentiert.

Seit der Renovierung ist die Burgruine Wolfstein wieder eine echte Sehenswürdigkeit. Burggraben, Bergfried und Palas sowie eine Kapelle sind frei zugänglich. Auf der Westseite der Anlage bietet sich zudem ein fantastischer Blick auf Neumarkt und die Zeugenberge hinter der Stadt.

Zeugenbergrunde: Die Burgruine Wolfstein aus dem 12. Jahrhundert
Zeugenbergrunde: Die Burgruine Wolfstein aus dem 12. Jahrhundert

Von der Burgruine sind es nur ein paar Meter bis zum Kalk-Dolomit-Felsen „Krähentisch“, an dem wir noch einmal die schöne Aussicht auf Neumarkt genießen. Dann wandern wir aber doch über Wiesenwege weiter, um auch die letzten Kilometer unserer Tour zu bewältigen.

Die Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg

Durch schönen Fichtenhochwald gelangen wir schließlich nach Höhenberg, wo wir im Landgasthaus Almhof schon einmal bei einem Bier auf unsere Wanderung anstoßen. Leicht berauscht geht es dann auf die letzten Meter bis zur Wallfahrtskirche Mariahilf.

Zeugenbergrunde: Der Krähentisch hoch über Neumarkt
Zeugenbergrunde: Der Krähentisch hoch über Neumarkt

Die Wallfahrtskirche Mariahilf, Start und Ziel unserer Wanderung ist eines von fünf Marienheiligtümern in der westlichen Oberpfalz und wurde nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbaut. Angeschlossen ist ein ehemaliges Karmelitenkloster und über die Heilig-Grab-Kapelle unterhalb der Kirche gelangen wir schließlich wieder auf den Neumarkter Kreuzweg, der uns zurück in die Stadt führt.

Würden wir die Zeugenbergrunde weiterempfehlen? Ja, denn die Tour ist ideal für ein verlängertes Wochenende. Der Weg ist zwar stadtnah, führt aber oft auf kleinen Pfaden durch sehr abwechslungsreiche Gebiete. Im zweiten Teil nutzt die Route zwar auch schon mal breitere Forstwege, doch Asphalt bleibt auch hier die Ausnahme. Und wer es sportlich mag und nicht all zu weit anreist, der schafft den Weg sogar in zwei Etappen.

Wallfahrtskirche Mariahilf: Start und Ziel der Zeugenbergrunde
Wallfahrtskirche Mariahilf: Start und Ziel der Zeugenbergrunde

An- und Abreise

Neumarkt in der Oberpfalz, der Start- und Zielort der Zeugenbergrunde, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreichbar. Über den ICE-Bahnhof Nürnberg erfolgt die Anreise mit dem Regionalexpress der Deutschen Bahn (gut 20 Minuten) oder mit der Linie S3 des Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg (gut 30 Minuten). Auch von München aus gibt es Direktverbindungen nach Neumarkt. Hier dauert die Fahrt im Regionalexpress (Servus-Ticket nutzen!) knapp 2,5 Stunden.

Vor Ort verkehren Busse des Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg zwischen Neumarkt und Berngau sowie Pilsach. Mitte 2019 fuhren diese Busse allerdings nicht an Sonn- und Feiertagen. Postbauer-Heng ist zudem über die Linie S3 des VGN erreichbar.

Tipp: Ein Besuch im Maybach-Museum

Wer bei der An- oder Abreise noch ein wenig Zeit hat, dem empfehlen wir nicht nur einen Bummel durch das Zentrum der Pfalzgrafenstadt Neumarkt (kostenloser Audio-Guide), sondern auch einen Besuch im Museum für historische Maybach-Fahrzeuge. Die nahe am Bahnhof gelegene Ausstellung in den ehemaligen Express-Werken zeigt 18 bis 20 Oldtimer der Nobelmarke Maybach, von denen weltweit nur noch rund 160 existieren. Zudem erinnert eine kleine Sammlung an den Neumarkter Zweiradhersteller Express.

Weitere historische Express-Zweiräder sind im nahegelegenen Stadtmuseum Neumarkt zu sehen. Und wer auch noch das namhafte Museum Lothar Fischer besichtigen will, der spart bei den Eintrittsgeldern mit der CityCard Neumarkt.

Lesetipp

Wenige Wochen nach unserer Wanderung auf der Zeugenbergrunde sind wir von Neumarkt i.d.OPf. aus zu einer 4-Tagestour auf dem Wasser- und Mühlenweg gestartet. Die beiden Wanderungen lassen sich problemlos zu einer einwöchigen Tour kombinieren!

Wanderkarte Neumarkt in der Oberpfalz von Publicpress
© Publicpress

Buchtipp

Neumarkt in der Oberpfalz
Wanderkarte (1:25.000)
ISBN 978-3-89920-688-3

Auf der Zeugenbergrunde kann man problemlos ohne Karte wandern, denn der Weg ist bestens ausgeschildert. Einfach immer den drei Streifen folgen: Gelb-Rot-Gelb! Wer trotzdem eine Wanderkarte dabei haben möchte, dem empfehlen wir die reiß- und wetterfeste Publicpress-Wanderkarte im Maßstab 1:25.000. Das topografische Blatt mit Schummerung umfasst die gesamte Zeugenbergrunde, und kennzeichnet auch andere Wege mit deren Logos.

Auf der Rückseite sind auch lokale Wanderwege kurz beschrieben und zu Mehrtageswanderungen sind sogar entsprechende Höhenprofile abgebildet. Angenzende Ortschaften wie Berngau oder Pilsach sowie Freizeitziele und Sehenswürdigkeiten wie der Ludwig-Donau-Main-Kanal oder Museen sind hier ebenfalls mit weiterführenden Webadressen kurz beschrieben. Kurzum: Wer sich zusätzlich noch die kostenlose Broschüre zur Zeugenbergrunde besorgt, ist damit bestens ausgerüstet.

Linktipp

Werbung & Transparenz: Ich danke Herrn Seitz vom Amt für Touristik in Neumarkt i.d.OPf., der unsere Wanderung auf der Zeugenbergrunde mit kostenlosen Übernachtungen und der Neumarkt CityCard unterstützt hat. Meine Meinung und Berichterstattung bleiben davon unbeeinflusst! Werbelinks sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Wenn du auf einen dieser Provisions-Links (Affiliate-Links) klickst und über diesen Link einkaufst, erhält HappyHiker eine geringe Provision. Für dich fallen dabei keine Extra-Kosten an. Weitere Infos …

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